Neujahrsbrief

Neujahrsbrief

Wohl geborgen in der Traube sitzen die Immen. Der fürsorgliche Bienenvater hat im August mäßig bebrütete Waben mit einem schönen Futterkranz ins Zentrum des Wabenwerks gehängt. Die Nymphhäutchen an den Zellwänden sind im Winter schön kuschelig für die Bienen.
Hier in der Weingegend hat er zusätzlich zum schönen Kranz sechzehn bis achtzehn Kilo Futter gegeben, so dass die Traube rings von einer Futterglocke umgeben ist.
Die eingeschränkte Brutpflege im Spätsommer und Frühherbst ist eine lebens-verlängernte Erfindung der Evolution und wird gebraucht. Wobei, eingeschränkte Brutpflege ist immer Lebensverlängernt (Prof. Ruttner).

Gegenüber den Literaturangaben (DBJ) hatten wir Dresdner Imker eine gute Ernte und wer nicht allzu gierig ist kann eigentlich zufrieden sein.

2017, das Neue Bienenjahr ist schon im vollen Gange, WAS bringt es UNS?
FAULBRUT ist aktuell im Dresdner Stadtgebiet.

Obwohl sich Schuldzuweisungen verbieten, sehe ich selbst einen gewissen unbedarften Umgang mit Bienen. Überwiegend durch unorganisierte Bienenhalter.
Bienen unbekannter Herkunft, in einer „Kiste“ auf dem Balkon gehalten, sind NICHT förderlich für die Imkerschaft, besonders wenn keine Brutkontrolle erfolgt, keine Futterkranzprobe geprüft und die Meldepflicht ignoriert wird.

Wer das unterstützt erweist der Umwelt, den Imkern und vor allem den Bienen einen Bärendienst. Hier gilt, gut gemeint ist nicht gut gemacht.

FAULBRUT: Die Durchführung ihrer Bekämpfung ist allein die Entscheidung des Amtstierarztes. Hier gilt für jeden Betroffenen und jeden Nachbarimker: halbschwanger gibt es nicht. Festgestellte Sporen sind die Krankheit ohne klinischen Befund, es muss saniert werden. Der klinische Befund bei der Brut, ist DIE Infektionsquelle. Meldepflicht an den Amtstierarzt schon beim Verdacht. Die Anweisung des Tierarztes und seiner Beauftragten sind durchzuführen und exakt einzuhalten.

Bei dieser Pandemie sind Sanierungstrupps sicher sinnvoll. Die Vereinsmitglieder müssen jetzt zusammen stehen und auch bei nicht organisiertem Bienenhaltern helfen und ihr Wissen einbringen.
Auf alle Fälle dürfen Betroffene nicht allein gelassen und nur von Einzelpersonen betreut werden. Diese teilweise Existenz bedrohende Krankheit müssen wir als Chance für unser Vereinsleben betrachten und danach handeln.

Alles Gute für 2017

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Ein Gedanke zu „Neujahrsbrief

  1. Besten Dank an Konrad für die guten Wünsche und die mahnenden Hinweise! Bei der TSK-Fortbildungsveranstaltung in Limbach am 23.11.2016 hat uns Frau Friedel in Ihrem Vortrag deutlich gezeigt, was Faulbrut bedeutet und welcher Aufwand für die Sanierung nötig ist. Ich bedauere sehr, dass sich so wenig Imkerfreunde unseres Vereines an dieser Veranstaltung beteiligt haben. Wir werden alle viel dazulernen und Zeit opfern müssen! Ich wünsche, dass in den Imkerversammlungen viel mehr darauf eingegangen wird. Benno

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