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Kategorie: Wildbiene des Monats

Der Warré-Hummelkasten – ein Heim für die wilden Schwestern

Der Warré-Hummelkasten – ein Heim für die wilden Schwestern

Wie im vergangenen Herbst versprochen, dreht sich bei unserer “Wildbiene des Monats” dieses Jahr alles um die Hummeln. Beginnen möchte ich mit einem kleinen Bauprojekt für alle, denen der Winter ebenfalls langsam zu lang wird. Irgendwann in den letzten Jahren habe ich begonnen, alle meine Warrébeuten auf Fensterzargen umzustellen. Stellte sich die Frage: Wohin mit den alten Zargen? Stapeln, als Schuppenregal? Blumenkästen für die Terasse? Regenwurm-Turm? Letztere Idee habe ich tatsächlich ausprobiert – hat aber nicht besonders gut funktioniert. Da ich…

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Coelioxys inermis – Doppelt hält besser

Coelioxys inermis – Doppelt hält besser

Es ist Herbst geworden und auf den verbliebenen Blüten finden sich nur noch wenige Bienen. Die meisten Bienenarten haben ihr Brutgeschäft beendet und sind gestorben; die neuen Bienen warten in ihren Brutzellen auf den nächsten Frühling. Bienen, die jetzt noch zu finden sind, gehören entweder zur Gruppe derer, die bereits im selben Jahr schlüpfen und als erwachsene Tiere überwintern oder zu der kleinen Gruppe von Bienen, die in warmen, blütenreichen Sommern noch eine zweite Generation hervorbringen. Zu diesen gehört die…

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Heriades truncorum – Bauchpinseln für den Nachwuchs

Heriades truncorum – Bauchpinseln für den Nachwuchs

Neben der Art, wie Nester angelegt werden, unterscheiden sich die verschiedenen Bienengattungen noch in einem anderen wichtigen Aspekt: der Art, wie der Pollenproviant für die Brut gesammelt und zum Nest transportiert wird. Zu diesem Zweck haben alle Bienenweibchen bestimmte Pollensammelapparate. Während die sozialen Honigbienen und Hummeln den Pollen auf einer von Borstenhaaren umgebenen glatten Fläche auf den Hinterbeinen transportieren (dem sogenannten „Körbchen“), behelfen sich Wildbienen zumeist mit langen und dichten Haarbürsten, an denen das Pollenpaket haftet. Bei den unterirdisch nistenden…

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Melitta nigricans – Nah am Wasser gebaut

Melitta nigricans – Nah am Wasser gebaut

In unserer “Biene des Monats August” soll es einmal wieder um einen absoluten Spezialisten unter den Wildbienen gehen, die Blutweiderich-Sägehornbiene (Melitta nigricans). Wie alle Sägehornbienen ist sie zum Pollensammeln auf eine bestimmte Pflanzengattung spezialisiert, und in ihrem Fall sogar nur auf eine einzige Pflanze: den Gewöhnlichen Blutweiderich (Lythrum salicaria). Diese schöne Staude mit ihren magentafarbenen Blüten wächst wild an feuchten Stellen und Flußufern, so auch an den Dresdner Elbufern. Dort kann man bei schönem Wetter sowohl die liebeshungrigen Männchen der…

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Megachile willughbiella – Basteln mit Rosen

Megachile willughbiella – Basteln mit Rosen

Die wichtigste Gemeinsamkeit aller Bienenarten ist das Sammeln von Pollen für die Ernährung der Larven sowie das Anlegen von Nestern mit mehreren Brutzellen, in denen sich jeweils ein Häufchen Pollenproviant und ein Ei befinden. Die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Bienengattungen bestehen dagegen in der Art und Weise, wie diese Nester angelegt werden. Die außergewöhnlichsten Brutnester bauen vermutlich die Arten aus der Gattung der Blattschneiderbienen (Megachile). Wie ihr deutscher Gattungsname schon andeutet, schneidet das Weibchen mit seinen Mandibeln runde Ausschnitte…

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Panurgus calcaratus – Rasen ist kein Kavaliersdelikt

Panurgus calcaratus – Rasen ist kein Kavaliersdelikt

In unserer aktuellen Biene des Monats soll es um ein ernstes Thema gehen: um die in Deutschlands Parks und Gärten so weit verbreitete Angst vorm Blümchen („Anthophobie“). Das nachstehende Foto entstand in einem namhaften deutschen Park und zeigt, wie ein ohnehin nur 4 cm (!)  kurzer Rasen mit viel Krawall und mittels Mähtraktor mit sogenanntem „Aufbereiter“ getrimmt wird. Das folgende Foto entstand auf der gleichen Fläche, 10 Minuten vorher. In den Blüten des auf der Wiese wachsenden Ferkelkrauts tummelten sich…

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Osmia caerulescens – Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen

Osmia caerulescens – Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen

Die Frühlingsmonate von März bis Mai waren die Zeit der Rostroten und der Gehörnten Mauerbiene. Mauerbienen heißen nicht deshalb so, weil sie in Mauern nisten – was sie jedoch auch tun, wenn sie dort horizontale Bohrlöcher oder ähnliches finden – Mauerbienen heißen so, weil sie die Wände der einzelnen Brutzellen und den Verschluss ihrer Nester „mauern“. Die Rostrote und die Gehörnte Mauerbiene nutzen dafür mineralische Baustoffe in Form von lehmiger Erde. Ab Mitte April tritt eine weitere Gruppe von Mauerbienen…

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Anthophora plumipes – Mit dem Moped durchs Dorf

Anthophora plumipes – Mit dem Moped durchs Dorf

… so könnte man das Verhalten des Männchens der Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes) beschreiben, wenn es im Frühjahr im Garten seine Kreise um lila und blaue Frühblüher zieht. Wie ein hormongetriebener Teenager, hofft es dabei, Mädchen (sprich: paarungswillige Weibchen) zu treffen. Die ungewöhnlich langen Schmuckfransen an seinen Mittelbeinen erinnern dabei sehr an die Ärmelfransen an einer feschen Lederjacke. Auch sein Flugverhalten läßt an einen motorisierten Halbstarken denken. Wie alle Pelzbienenmännchen fliegt es sehr schnell und mit allerlei Tricks, wie abrupten Stopps…

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Andrena vaga – Keine Angst vor Erdbienen

Andrena vaga – Keine Angst vor Erdbienen

Wildbienen, also solitär nistende Bienenarten, die keine Völker bilden, gehören neben den Honigbienen zu unseren wichtigsten Bestäubern. Leider machen Pestizide und der Verlust von Lebensräumen und Nahrungsquellen auch ihnen das Leben immer schwerer, so dass allein in Sachsen bereits 70 % der über 400 heimischen Wildbienenarten in ihrem Bestand bedroht oder bereits ausgestorben sind. Aus diesen Gründen sind alle Wildbienenarten vom Gesetzgeber unter besonderen Artenschutz gestellt. Sie dürfen weder gefangen, noch beim Nisten gestört oder gar getötet werden. Auch die…

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Sphecodes albilabris – Natur im Gleichgewicht

Sphecodes albilabris – Natur im Gleichgewicht

Nachdem unser Wildbienenjahr 2016 mit der Frühlings-Seidenbiene begonnen hat, schließt es nun mit deren Kuckucksbiene, der Großen Blutbiene (Sphecodes albilabris). Mit ihrem leuchtend blutroten Hinterleib ist diese eine der auffälligsten Bienenarten unserer Breiten. Wie alle Kuckucksbienen legt sie ihre Eier in die Nester ihres arttypischen Wirtes und spart sich so den Aufwand des Nestbaus und der Nahrungsbeschaffung für den Nachwuchs. Die in den Wirtsnestern befindliche Brut wird von ihr beseitigt. In Gesprächen über Wildbienen kommt oft die Frage auf, warum…

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