Melitta nigricans – Nah am Wasser gebaut

Melitta nigricans – Nah am Wasser gebaut

In unserer „Biene des Monats August“ soll es einmal wieder um einen absoluten Spezialisten unter den Wildbienen gehen, die Blutweiderich-Sägehornbiene (Melitta nigricans).

Wie alle Sägehornbienen ist sie zum Pollensammeln auf eine bestimmte Pflanzengattung spezialisiert, und in ihrem Fall sogar nur auf eine einzige Pflanze: den Gewöhnlichen Blutweiderich (Lythrum salicaria). Diese schöne Staude mit ihren magentafarbenen Blüten wächst wild an feuchten Stellen und Flußufern, so auch an den Dresdner Elbufern. Dort kann man bei schönem Wetter sowohl die liebeshungrigen Männchen der Blutweiderich-Sägehornbiene beobachten, als auch die pollensammelnden Weibchen. Wem es bis zur Elbe zu weit ist, holt sich die Pflanze einfach in seinen Garten, wo sie das Ufer von Gartenteichen und feuchtere Bereiche der Blumenbeete ziert und mit ihrem reichlichen Nektarangebot neben Melitta nigricans auch viele andere Insekten satt macht, darunter auch unsere Honigbienen.

Der Gattungsname Sägehornbienen bezieht sich auf die oft stark ausgeformten Fühlergliedern der Männchen. Neben der Blutweiderich-Sägehornbiene sind bei uns noch die Glockenblumen-Sägehornbiene (Melitta haemorrhoidalis), die Luzerne-Sägehornbiene (Melitta leporina) und die Zahntrost-Sägehornbiene (Melitta tricincta) heimisch – allesamt Spätsommerbienen. Ihr deutscher Name verrät ihre jeweilige Spezialisierung. Und obwohl sich alle Sägehornbienen-Arten recht ähnlich sehen, lassen sie sich bereits an der jeweiligen Pollenquelle sicher bestimmten.

Facebooktwittergoogle_plusmail
Bienen in der Operette

Bienen in der Operette

Hiermit ist nicht die „Insektenoperette“ von Jaques Offenbach gemeint, obwohl diese gut passen würde: seit Ende Juni 2016 wohnen Bienen im neu gebauten Dresdner Kulturkraftwerk, genauer: auf einem Balkon der Operette. Nach dem Medienrummel zur Übergabe der von STESAD und Züblin gesponserten Beuten hatte sich die Aufregung der „neuen Mitarbeiterinnen“ schnell gelegt. Unter der Anleitung unserer Paten Wolfgang und Susanne Handrick begannen wir mit unseren ersten Schritten in die faszinierende Welt der Bienen.

Motivation zum neuen Hobby war dabei in erster Linie die über viele Jahre als Kleingärtner erlangte Erkenntnis hinsichtlich der Unentbehrlichkeit der Honigbienen wie auch ihrer „wilden“ Verwandten. Gerade letztere waren in den letzten Jahren weniger geworden.

Vorbereitet durch den Neuimkerkurs haben wir uns nach dem Prinzip „learning by doing“ an der Seite der Handricks an die Praxis gewagt. Anfangs führte der Weg noch auf teilweise abenteuerlichen Wegen über die Kraftwerksbaustelle. Mittlerweile ist das Kulturschmuckstück fertig und wir werden zum Bienenbalkon von Mitarbeitern begleitet, die sich zum Teil sehr für die Bienen interessieren und sogar auch mal Hand anlegen.

Wir haben den Schritt zur Imkerei zu keiner Zeit bereut und freuen uns bei jedem Besuch, den wir den friedfertigen Kultur-Bienen abstatten. Das liegt auch der guten Zusammenarbeit mit unseren Paten. Im nächsten Jahr, so die Planung, werden wir zu den bereits vorhandenen Beuten eigene hinzu stellen und somit von Lehrlingen zu Gesellen aufsteigen.

 

Heike & Dirk Wieghardt

 

 

Facebooktwittergoogle_plusmail
Megachile willughbiella – Basteln mit Rosen

Megachile willughbiella – Basteln mit Rosen

Die wichtigste Gemeinsamkeit aller Bienenarten ist das Sammeln von Pollen für die Ernährung der Larven sowie das Anlegen von Nestern mit mehreren Brutzellen, in denen sich jeweils ein Häufchen Pollenproviant und ein Ei befinden. Die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Bienengattungen bestehen dagegen in der Art und Weise, wie diese Nester angelegt werden.

Die außergewöhnlichsten Brutnester bauen vermutlich die Arten aus der Gattung der Blattschneiderbienen (Megachile). Wie ihr deutscher Gattungsname schon andeutet, schneidet das Weibchen mit seinen Mandibeln runde Ausschnitte aus Laub- oder Blütenblättern. Diese faltet es in der Mitte zusammen, klemmt sie längs zwischen seine Beine und trägt sie so zum Nest. Dieses wird meist in einem horizontalem Loch oder einer Spalte in Totholz, zwischen Steinen oder unter Wurzelballen angelegt. Das eigentliche Nest besteht aus mehreren solcher Kreisstücke, die zu einem zigarrenförmigen Gebilde verbaut werden, in dem sich die einzelnen Brutzellen befinden. Auch den Nestverschluss bildet eine Blattscheibe, so dass man Nester von Blattschneiderbienen bereits leicht von außen erkennen kann.

Eine unserer häufigsten Blattschneiderbienenarten ist die Garten-Blattschneiderbiene (Megachile willughbiella). Wie die meisten oberirdisch nistenden Bienen, sammelt und transportiert das Weibchen den Pollen nicht an den Beinen, wie die Honigbienen, sondern am Bauch, wozu es (wie eine Reihe ähnlicher Arten) mit einer rot-schwarzen Bauchbürste ausgestattet ist. Das Männchen gehört zu einer kleinen Gruppe von Blattschndeiderbienen, bei denen die oberen Fußglieder der Vorderbeine weißlich gefärbt und stark verbreitert sind. Das Männchen der Garten-Blattschneiderbiene trägt daran noch einen breiten Fransenkamm, so dass seine „Unterarme“ wie große, helle, mit Fransen besetzte Stulpenhandschuhe wirken. Zusammen mit den für Blattschneiderbienen typischen schaufelartigen Mandibeln gibt ihm das ein abenteuerliches Aussehen.

Als Baumaterial bevorzugen die Weibchen besonders die Laubblätter von Rosen und Blauregen. Wo sich dort solche auffälligen runden Löcher am Blattrand zeigen, muß man sich als Gartenbesitzer also nicht wegen eventueller Pflanzenschädlinge sorgen. Im Gegenteil ist dies ein Grund zur Freude, da man sich gewiss sein kann, eine der interessantesten Bienenarten in seinem Garten zu beherbergen.

Zum Nektartrinken werden von beiden Geschlechtern gern Schmetterlingsblütler, wie Hauhechel, Hornklee und Ginster besucht. Dort kann man dann auch oft die Männchen beobachten, wie sie auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen um die Pflanzen patrouillieren.

Facebooktwittergoogle_plusmail
Die Gesundheitsgruppe informiert: Hinweise zur Varroabehandlung

Die Gesundheitsgruppe informiert: Hinweise zur Varroabehandlung

 

Wir dürfen trotz unserer Faulbrutsituation die Varroamilbe nicht vergessen !

Behandlungsanleitung (Download: Spätsommerbehandlung_Varroa)

Fragen dazu sind bitte zu richten an Imkerfreundin Anke unter  bienengesundheit@imkerverein-dresden.de

Liebe Imkerinnen, liebe Imker,

es ist an der Zeit die Milbenbelastung in unseren Völkern zu kontrollieren.
Dazu werden die Bodeneinlagen (Windel) für ca. 1 Woche unter die Völker geschoben und danach der tägliche Milbenfall ermittelt.
Bei einem täglichen Milbenfall unter 10 Milbe/Tag im Juli ist noch alles im grünen Bereich, aber es sollte nach der Honigernte behandelt werden. Jungvölker sollten 5 Milbe/Tag im Juli nicht überschreiten. Wenn der tägliche Milbenfall deutlich darüber liegt, sollte bei Wirtschaftsvölkern der Honig eher abgeerntet werden und diese Völker sofort behandelt werden. Jungvölker müssen bei einer Überschreitung ebenfalls schon einer Behandlung unterzogen werden, was sich aber negativ auf die Volksentwicklung auswirkt. Wer die Jungvölker in der brutfreien Zeit mit Milchsäure oder Oxalsäure behandelt hat , wird nur in Ausnahmefällen darüber liegen. Sie sollten erst nach der Auffütterung im September mit Ameisensäure behandelt werden.

In Fällen mit sehr hohem Befall (20 Milben/pro Tag) hilft es, die Honigsaison bei diesen befallenen Völkern zu beenden, die komplette Brut zu entnehmen und die verbliebenen Waben mit ansitzenden Bienen sofort einer Sprühbehandlung mit Milchsäure oder mit der Träufelmethode mit Oxalsäure zu unterziehen. Die Sprühbehandlung mit Milchsäure sollte im Abstand von 7 Tagen wiederholt werden. Die Brutentname nur bis Ende Juli durchführen, sonst entnimmt man mit der Brut die zukünftigen Winterbienen. Es ist deshalb wichtig, jetzt schon den Milbenfall zu kontrollieren, um rechtzeitig stark befallene Völker zu erkennen. Es wird empfohlen, nur organische Säuren wie Ameisen(60%) -, Milch(15%) – und Oxalsäure(3,5%) zu verwenden. Ameisensäure wirkt teilweise bis in die Brut der Bienen, Oxalsäure und Milchsäure dagegen nicht, deshalb diese zwei Säuren nur an brutfreien Völkern anwenden. Alle anderen zugelassenen Medikamente ( Bayvarol, Apitraz usw. ), auch Thymol können zu Rückständen im Honig führen. Perizin wird nicht mehr produziert. Es gibt bereits Resistenzen bei Wirkstoffe dieser Medikamente. Wir werden deshalb an dieser Stelle nur auf die Behandlung mit organischen Säuren eingehen.

Imker, die andere zugelassene Medikamente verwenden wollen, entnehmen die genaue Vorgehensweise der dazugehörigen Packungsbeilage des Herstellers. Die Verwendung dieser Medikamente und alle oxalsäurehaltigen Medikamente müssen im Bestandsbuch dokumentiert werden. Das Medikament Apilife Var muss ebenfalls im Bestandsbuch dokumentiert werden, da außer Thymol noch andere Wirkstoffe enthalten sind.

Bei allen Wirtschaftsvölkern sollte die Behandlung sofort nach der Honigernte beginnen. Bei Verdunstern hat es sich bewährt die erste Langzeitbehandlung nach der Honigernte und die nächste Langzeitbehandlung nach der Auffütterung Mitte September durchzuführen, um die Produktion der Winterbienen nicht zu stören. Während der Tracht darf kein Medikament gegen die Milbe bei Honigvölkern eingesetzt werden.

Es wird empfohlen zur Milbenreduktion in der Tracht, im April 1-2 Baurahmen/Volk ohne Draht einzuhängen und die darin entstandene Drohnenbrut nach der Verdeckelung abwechselnd bis Juli auszuschneiden. Mindestens 3-4 Baurahmen sollten pro Volk in dieser Zeit ausgeschnitten werden.

Die komplette Brutentnahme Ende Mai, zur ersten Honigernte, ist auch ein sehr wirksame Methode um die Anzahl der Milben erheblich zu reduzieren (siehe „Hohen Neuendorfer Betriebsweise“). Aus den entnommen Brutwaben werden mit der Hälfte der absitzenden Bienen Brutscheunen/Puppenstuben gebildet.

Behandlungsbeispiele :

Jeder muss sich informieren, um für seine Beute die geeignete Methode und Anwendungsmengen herauszufinden. Vor der Behandlung die Bodenschieber einschieben, damit eine optimale Wirkung erreicht werden kann. Die Fluglöcher werden nicht geschlossen. Es darf nicht gleichzeitig gefüttert werden! Die Fütterung sollte ca. 3 Tage vorher abgeschlossen sein, damit die Konzentration der Ameisensäure nicht verdünnt wird. Überflüssige Leerzargen sollten entfernt werden, um den Verdunstungsraum nicht zusätzlich zu vergrößern. Das Wetter darf nicht feucht und kalt sein. Die Verdunstung wird dadurch ebenfalls negativ beeinflusst. Alle Völker am Stand sollten gleichzeitig behandelt werden.

Siehe auch: www.varroawetter.de

Schwammtuchmethode:

Trägerstoff: Haushaltsschammtücher, ca. 20 x 20 x 0,5 cm

Ameisensäure 60 %ig, tiefgekühlt

Anwendung von oben: 2 ml/Wabe z. B. bei DNM und Zander, 3 ml/Wabe bei Dadant und Golz ( Kuntschmaß )

Wetter: kein Regen oder kaltes, feuchtes Wetter, min 15 °C, höchstens 25 °C

An heißen Tagen lieber abends mit der Behandlung beginnen. Bei kühlen Nächten vormittags behandeln.

Es sind Königinnenverluste möglich.

Arbeitsschritte: Arbeitsschutz! Schutzbrille und säurefeste Schutzhandschuhe! Ameisensäure abmessen, Schwammtuch auf einer säurefesten Unterlage mit Ameisensäure beträufeln, Tuch auf Oberträger legen, Wachsbrücken vorher entfernen und Bienen mit Rauch nach unten treiben, Beute schließen, Bodenschieber

Behandlungsintervall: 2 – 4 Anwendungen im Abstand von 4 – 7 Tagen ca. 3 – 4 Wochen nach den Behandlungen stellt sich der normale Milbenfall wieder ein.

Der Erfolg der Behandlungen muss nach dieser Zeit kontrolliert werden! Wenn sich die Milbensituation nicht gebessert hat, muss es weitere Behandlungen geben. Nach den Fehlern suchen.

Ameisensäurebehandlung mit Verdunstern:

geeignete Verdunster: z.B. Nassenheider Verdunster, Liebig Dispenser

Ameisensäure 60 %ig, Nicht kühlen! Die Säure läuft bei Erwärmung im Volk komplett aus, vor allem beim Liebig Dispenser. Nach Bedienungsanleitung der Hersteller arbeiten, Arbeitsschutz!

Wetter: kein Regen oder kaltes, feuchtes Wetter, 15 – 30°C

Wichtig! Es muss die Verdunstungsmenge häufig kontrolliert werden!

Den Verdunster in das Volk stellen und in den Urlaub fahren, kann schief gehen. Entweder ist zu wenig verdunstet und alle Milben leben noch oder es ist alles ausgelaufen mit katastrophalen Folgen. Auch hier muss der Erfolg nach 3-4 Wochen kontrolliert werden!

Nach den Behandlungen sollte der natürliche Milbenfall im Spätherbst unter 0,5 Milbe/Tag liegen. Wenn mehr Milben fallen, muss eine Winterbehandlung mit Oxalsäure oder Milchsäure folgen. Die Völker müssen brutfrei sein. Alle Bienen müssen „ zu Hause“ sein. Milchsäure wird gesprüht, Oxalsäure wird geträufelt oder gesprüht. Spühbehandlungen im Winter bei Temperaturen deutlich über 0°C durchführen. Die Bienen dürfen nicht verklammen. Die Träufelbehandlung mit Oxalsäure wirkt besser bei Temperaturen unter 0°C. Die Bienentraube soll eng sitzen. Eine Oxalsäureverdampfung ist in Deutschland nicht zugelassen. Arbeitsschutz beachten, Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Sprühnebel nicht einatmen – Windrichtung beachten!

Es geht auch ohne Ameisensäure:

-ab April Drohnenbrut scheiden, 3-4x/Volk bis Juli – Milben wandern in die Drohnenbrut und nach Verdeckelung dieser, werden sie durch das Ausschneiden der Brut aus dem Volk entfernt

-ab Mai Ablegerbildung, in der brutfreien Zeit nach ca. 3-4 Wochen Sprühbehandlung mit Milchäure mit den Brutwaben werden die Wirtschaftsvölker entlastet, da sich die Milben in der Bienenbrut befinden, diese werden nach dem Bienenschlupf mit der Sprühbehandlung im Ableger getötet

-nach der Honigernte komplette Entnahme der Brut im Wirtschaftsvolk und verbleibende Waben mehrfach mit Milchsäure oder Oxalsäure im Abstand von wenigen Tagen besprühen

-Befallskontrollen nicht vergessen, nur wenn notwendig ab Mitte September eine Ameisenbehandlung durchführen

-Befallskontrolle im Spätherbst, eine Winterbehandlung mit Milch- oder Oxalsäure sollte durchgeführt werden Methode „ Teilen und Behandeln“ nach Dr. Liebig:

-gleich nach der Honigernte Wirtschaftsvolk in einen Flugling mit der Königin und ein Brutvolk teilen, dazu die Königin herausfangen und käfigen, mit Futterteig verschließen

-Flugling: leere Zarge mit Mittelwänden füllen und auf den alten Platz des Wirtschaftsvolkes stellen, Königin des Wirtschaftsvolkes im Käfig unter Futterteigverschluss dazu hängen

-Brutvolk: wird verstellt, kann auch über den Flugling stehen, alle Flugbienen fliegen ab und kehren im Flugling ein, Brutvolk zieht sich eine neue Königin nach

Varroabehandlung:

– Flugling-nach ca. 2 Tagen, wenn Königin befreit ist, mit Milchsäure besprühen, Befallskontrolle, bei Bedarf mehrfach wiederholen im Abstand von wenigen Tagen

-Brutvolk -nach 21 Tagen, nachdem sämtliche Brut geschlüpft ist, ebenfalls mehrfach mit Milchsäure besprühen

Arbeitsschutz! (Brille, Handschuhe, entsprechender Atemschutz usw.)

Fütterung:

-Flugling: gleich mit der Fütterung in kleinen Gaben beginnen, Königin muss frei sein, Flüssigfutter ist zu empfehlen

-Brutvolk: wenn Futterreserven vorhanden, erst mit der Fütterung beginnen, wenn die neue Königin in Eilage gegangen ist Wenn die Vereinigung im Oktober geplant ist, werden beide Volksteile mit jeweils 10 kg aufgefüttert

Oktober:

Wenn gewünscht, Vereinigung der beiden Volksteile

Winterbehandlung:

-Spühbehandlung mit Milchsäure

-Träufelbehandlung mit Oxalsäure

Und wieder ist der Arbeitschutz zu beachten!

Wir weisen darauf hin, nur Medikamente und Behandlungsmethoden anzuwenden, die in

Deutschland zugelassen sind!

Viel Erfolg!

Die Bienengesundheitsgruppe des Imkerverein Dresden e.V.

Literatur: Dr. Friedrich Pohl, „Bienenkrankheiten“

Dr. Gerhard Liebig, „Einfach imkern“

Facebooktwittergoogle_plusmail
Die Bienen sind zurück auf dem Kulturpalast

Die Bienen sind zurück auf dem Kulturpalast

Heute war es soweit, die Bienen sind nach der Fertigstellung zurückgekehrt zum Kulturpalast. Drei Völker wurden heute auf der Ostseite des Balkons aufgestellt sowie ein Umweltspäher.

Die Völker wurden so platziert, dass die Kinder diese aus der Kinderbibliothek heraus betrachten können.

Mehr dazu erfahrt ihr später im Bienen-Blog.

 

Facebooktwittergoogle_plusmail
Bienen-Gesundheitsmobil

Bienen-Gesundheitsmobil

Es ist vollbracht: Der Imkerverein Dresden hat ein Bienen-Gesundheitsmobil! Damit können betroffene Völker saniert werden.

Erstmalig wird unser Mobil am 12. August 2017 in Begleitung unserer Bienen-Gesundheitsgruppe sowie dem Amtstierarzt zum Einsatz kommen. Bis dahin wird das Mobil komplett ausgestattet sein. Eine Liste des Inventars wird demnächst hier zu finden sein.

Wie kann man das Bienen-Gesundheitsmobil buchen?

Verantwortlich für die Betreuung des Bienen-Gesundheitsmobils ist Imkerfreund Utz. Das Mobil kann bei ihm angefragt werden und er wird den Standort übermitteln. Das Mieter ist verantwortlich für die Abholung des Bienen-Gesundheitsmobils sowie für die Reinigung. Nach der Nutzung verbleibt das Mobil am zuletzt verwendeten Ort. Der nächste Mieter kann das Bienen-Gesundheitsmobil dann dort wieder abholen. Imkerfreund Utz ist nicht für den Transport des Mobils zuständig.

Demnächst findet Ihr hier einen Buchungskalender, wo jeder Imker seine Buchung eintragen kann, genauso wie beim Honigschleuderraum.

Facebooktwittergoogle_plusmail
Wir sagen Danke!

Wir sagen Danke!

Wir sagen Danke!! Danke an unsere Helfer und Unterstützer und ein riesengroßes Dankeschön geht an die Bülow-Stiftung „Tiere in Not“ und an Honig-Freund und Direktor Ralf Kutzner vom Hotel Bülow Palais Dresden.

 

 

 

Facebooktwittergoogle_plusmail
Panurgus calcaratus – Rasen ist kein Kavaliersdelikt

Panurgus calcaratus – Rasen ist kein Kavaliersdelikt

In unserer aktuellen Biene des Monats soll es um ein ernstes Thema gehen: um die in Deutschlands Parks und Gärten so weit verbreitete Angst vorm Blümchen („Anthophobie“). Das nachstehende Foto entstand in einem namhaften deutschen Park und zeigt, wie ein ohnehin nur 4 cm (!)  kurzer Rasen mit viel Krawall und mittels Mähtraktor mit sogenanntem „Aufbereiter“ getrimmt wird.

Das folgende Foto entstand auf der gleichen Fläche, 10 Minuten vorher. In den Blüten des auf der Wiese wachsenden Ferkelkrauts tummelten sich hunderte Individuen einer Bienenart, die den putzigen Namen Kleine Zottelbiene trägt. Da es ein trüber Tag war, war den Bienen nicht nach Fliegen zumute. Schlecht für sie, denn Rasenmäher mit Aufbereiter schneiden einen Rasen nicht nur, sondern zerhäckseln das Mähgut außerdem noch in kleinste Stücke, einschließlich aller Insekten, die sich zum Zeitpunkt des Mähens auf den Pflanzen befinden.

Aber auch diejenigen Bienchen, die dieses Massaker überlebten, hatten nichts zu lachen. Durch den übertriebenen Mähwahn wurde ihnen mit einem Schlag sämtliche Nahrung entzogen, denn die Kleine Zottelbiene (Panurgus calcaratus) ist zum Nektar- und Pollensammeln auf gelbe Korbblütler, wie eben das Ferkelkraut spezialisiert. Fehlen diese, kann sich die Bienenart nicht fortpflanzen.

Ein Grund von vielen, das längst überholte Schönheitsideal des Englischen Rasens zu überdenken und sich auf wenig begangenen Flächen in Parks und Gärten für bunte Blumenwiesen zu entscheiden sowie im Falle einer Mahd immer einige blühende Flächen stehenzulassen. Vorbildlich zeigt sich hier die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt, wie dieses Foto zeigt.

Hier wurden beim Mähen bewußt Teilflächen ausgespart, um die Insekten nicht vollständig ihrer Nahrung zu berauben. Dresdens Bienen und Schmetterlinge und natürlich auch wir Imker sagen Danke!

Facebooktwittergoogle_plusmail
Osmia caerulescens – Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen

Osmia caerulescens – Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen

Die Frühlingsmonate von März bis Mai waren die Zeit der Rostroten und der Gehörnten Mauerbiene. Mauerbienen heißen nicht deshalb so, weil sie in Mauern nisten – was sie jedoch auch tun, wenn sie dort horizontale Bohrlöcher oder ähnliches finden – Mauerbienen heißen so, weil sie die Wände der einzelnen Brutzellen und den Verschluss ihrer Nester „mauern“. Die Rostrote und die Gehörnte Mauerbiene nutzen dafür mineralische Baustoffe in Form von lehmiger Erde.

Ab Mitte April tritt eine weitere Gruppe von Mauerbienen auf den Plan, zu der auch die häufige Stahlblaue Mauerbiene (Osmia caerulescens) gehört. Vielleicht weil in der wärmeren Jahreszeit feuchter Lehm als Baustoff knapp wird, mauern diese ihre Nester aus zerkautem und mit Speichel vermengtem Pflanzenmaterial. Mit etwas Glück kann man die Bienenweibchen sogar dabei beobachten, wie sie mit diesem „Pflanzenmörtel“, einer grasgrünen Kugel zwischen den Mandibeln, zum Bienenhotel fliegen. Dem Fotografen Jeremy Early sind davon sogar Fotos gelungen.

Der Name Stahlblaue Mauerbiene bezieht sich auf die blau-metallisch schimmernde Körperfarbe des Weibchens. Dieses ist außerdem an seinem ungewöhnlich großen Kopf und der schütteren weißen Behaarung zu erkennen. Die Bienenart ist ein gutes Beispiel für den so genannten „Geschlechtsdimorphismus“. Das Männchen ist nämlich nicht blau-metallisch gefärbt, sondern eher bronzefarben. Zudem ist es relativ dicht und lang, fuchsrot behaart und hat grünliche statt schwarze Augen. Anders als andere Bienen, bei den die Männchen oft nur wie verkümmerte Weibchen wirken, unterscheidet es sich damit deutlich vom Weibchen.

Die Stahlblaue Mauerbiene ist bis Mitte Juli zu finden. In guten Jahren bringt sie noch eine zweite Generation hervor, die dann sogar bis in den August hinein fliegt.

Facebooktwittergoogle_plusmail