Schwarmalarm

Schwarmalarm

In den kommenden Wochen werden wieder viele Honigbienen-Königinnen mit einem Teil ihres Volkes den angestammten Bienenstock verlassen, um ein neues Nest zu gründen – sie schwärmen. Das Regime im alten Stock übernimmt eine junge Königin. Die Schwärme hängen sich gern als Schwarmtraube an Äste und Mauervorsprünge, um in Ruhe nach einem geeigneten Hohlraum suchen zu können. Zu diesem Zweck werden Kundschafter, so genannte „Scoutbienen“, ausgeschickt, um ein neues Domizil für das Volk zu finden. Die Bienen tragen zwar Proviant für mindestens 3 Tage bei sich, werden aber leider häufig von Frühsommergewittern und Regengüssen überrascht, und insgesamt verläuft die Wohnungssuche in Ermangelung von geeigneten hohlen Bäumen allzu oft erfolglos. Solche Bienenschwärme sind dem Untergang geweiht und brauchen unsere Hilfe.

Falls ihr also durch Zufall auf einen Bienenschwarm stoßt, meldet ihn bitte einem Imker, oder der Schwarmbeauftragten des Imkervereins. Der Imker wird sich um ihn kümmern und ihm ein neues Zuhause geben. Hat sich der Schwarm an einer für die Anwohner besonders ungünstigen Stelle niedergelassen, hilft auch die Tierrettung der Feuerwehr. Übrigens sind Bienenschwärme in der Regel sehr friedlich, da sie weder Brut noch Vorräte gegen Eindringlinge verteidigen müssen. Die Gefahr von Schwarmbienen gestochen zu werden, ist sehr gering.

Wenn man in der Wartezeit etwas tun will, hilft es, den Schwarm schon mal ein wenig mit Wasser zu besprühen (zum Beispiel mit einem Pflanzensprüher). Der vermeintliche Regenschauer bringt die Bienentraube dazu, sich enger zusammen zu schließen und erleichtert so dem später eintreffenden Imker die Arbeit.

Bitte auch folgende aktuellen Hinweise beachten Bienengesundheit in Dresden.

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Hinweis zur aktuellen Situation in Dresden (AFB/Bienengesundheit)!

Hinweis zur aktuellen Situation in Dresden (AFB/Bienengesundheit)!

Liebe Imkerinnen und Imker,

die Bienen fliegen, der Bienenkauf bzw.- verkauf ist in vollem Gange.

Wir weisen noch einmal darauf hin:

In den Sperrbezirken ist jeglicher Bienentransfer untersagt (siehe Bienenseuchenverordnung)!

Wir bitten alle anderen Imker außerhalb der Sperrbezirke, Bienenvölker nur mit aktuellem   Gesundheitszeugnis und negativen Untersuchungsergebnis der Futtterkranzprobe auf AFB zu erwerben, um die Faulbrutsituation nicht weiter zu verschlimmern!

Das Bienenhalten muss dem Veterinäramt und der Tierseuchenkasse gemeldet werden!

Es ist vom Kauf alter, gebrauchter Beuten, Rähmchen u.a. abzuraten. Ohne eine gründliche Desinfektion ( Auskochen mit 5%iger NaOH )sind diese nicht einzusetzen!

Vor Wanderungen über Stadt/Kreisgrenze hinaus, ist das Veterinäramt zu informieren! Es muss ein aktuelles Gesundheitszeugnis ausgestellt und mitgeführt werden. Am Wanderstandort ist die Ankunft der Völker dem zuständigen Veterinäramt zu melden und das Gesundheitszeugnis vorzulegen.

Vor der Rückwanderung muss das Veterinäramt des Wanderstandortes die Gesundheit der Bienen erneut bestätigen.

Um eine weitere Ausbreitung der Faulbrut zu verhindern, empfehlen wir für die nächste Zeit, auch außerhalb der Sperrbezirke, keine Bienenvölker zu verstellen.

Das Schwarmverhalten muss mit geeigneten imkerlichen Maßnahmen gedämpft werden. Unbekannte Schwärme sind in diesem Jahr nur nach vorheriger Rücksprache mit dem Veterinäramt bzw. der Schwarmbeauftragen des Imkerverein Dresden e.V. (siehe  www.imkerverein-dresden.de/kontakt) einzufangen.

Der Bienenschwarm ist zuerst in einer gut durchlüfteten Kiste (an beiden Seiten offen )2-3 Tage ohne Futter in den kühlen Keller zu stellen, damit die eventuell vorhandenen Sporen im Honigmagen der Bienen, im Darm unschädlich gemacht werden können. Erst nach dieser Zeit kann das Volk eine neue Beute beziehen (einlaufen lassen). Nach einigen Wochen ist eine Futterkranzprobe zu empfehlen.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, bereits der Verdacht ist dem Veterinäramt zu melden!

Nutzung des Honigschleuderraumes:

Der Honigschleuderraum kann 2017 nur noch mit dem negativen Untersuchungsergebnis der Gemüllprobe genutzt werden, ab 2018 nur mit negativem Untersuchungsergebnis der Futterkranzprobe.

Die Kontrolle der Untersuchungsberichte übernimmt Gerald Böttcher.

Durch gemeinsames Schleudern ( bei Imkern mit nur wenigen Völkern ), um sich die Raummiete zu teilen, können Sporen der Faulbrut übertragen werden.

 

Gemüllprobe:

Mit der Gemüllprobe werden nur erkrankte Völker erfasst . Die Sporenbelastung ist sehr hoch. Es sind demzufolge auch viele Sporen im Gemüll zu finden. Das war auch das Ziel dieser Untersuchung, weitere Krankheitsherde in Dresden zu erkennen und das in einer Jahreszeit, wo die Völker nicht geöffnet werden sollten.

Ist ein Volk nur schwach mit Sporen belastet, sind keine Sporen im Gemüll zu finden. Das Ergebnis des Untersuchungsberichtes lautet dann „ negativ „ (alles in Ordnung ).

Dieses Ergebnis bedeutet nicht, dass das Volk vollkommen sporenfrei ist.

Wir bitten deshalb alle, die 2017 nur eine Gemüllprobe abgegeben haben und sich außerhalb der Sperrbezirke befinden, zusätzlich eine Futterkranzprobe zu entnehmen! Nur diese Untersuchung bringt ein sicheres Ergebnis. Die Faulbrut kann noch vor dem Ausbruch erkannt werden und behandelt werden.

Sporen, die jetzt unerkannt bleiben, sind die nächsten Faulbrutausbrüche in ca. 2 Jahren.

Es muss jeder Sporenfall aufgedeckt werden und das geht nur, wenn alle mitarbeiten, auch wenn die Untersuchung noch einmal von jedem selbst getragen werden muss.

Anleitung zur Entnahme der Futterkranzprobe.

 

Eure Bienengesundheitsgruppe im Imkerverein Dresden e.V.

 


 +++ Nützliche Kontaktadressen und Hinweise +++

 

Merkblatt für Jungimker von der Landeshauptstadt DresdenMerkblatt-Imker

 

Bei Fragen zur Probenahme:

Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits-und Veterinärwesen Sachsen
Jägerstraße 8/10
01099 Dresden
poststelle@lua.sms.sachsen.de
Tel.: 0351/8144-0 mit Fr. Dr. Enge verbinden lassen

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Samstag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Meldung von Bienenvölkern:

Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt
Landeshauptstadt Dresden
Burkersdorfer Weg 18
01189 Dresden
veterinaeramt@dresden.de
Öffnungszeiten

                                                  

Sächsische Tierseuchenkasse
Hauptgeschäftsstelle
Löwenstraße 7a
01099 Dresden
Tel:0351 806080
Fax:351 8060812
E-Mail info@tsk-sachsen.de

 

 

 

                        

 

 

 

 

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Umzug der Bienen vom Landtag

Umzug der Bienen vom Landtag

Seit gestern stehen die fleißigen Bienchen nun im Innenhof des Landetages. Drei Völker werden dort jeweils von erfahrenen Imkern betreut und wir hoffen das den Bienen der neue Standort auch gefällt.

 

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Update zum Kulturpalast

Update zum Kulturpalast

Ein Skelett aus Baugerüst, überall flinke Hände und Füße von emsigen (Bau-)Arbeitern, die ihrer Arbeit nachgehen. Man könnte meinen die Bienen wären schon im Kulturpalast eingezogen, aber es handelt sich hier noch um die Abschlussarbeiten zur Eröffnung Anfang Mai. Noch scheint der Kulturpalast eine riesige Baustelle zu sein, mit umherstehenden Werkzeugen und Baumaterialien, bald aber werden die Bienenvölker von Susanne Handrick von ihrem provisorischen Container-Dach auf die Ostterrasse ziehen, mit Blick (und Einflugschneise) über den Altmarkt. Der Standort im 1. Obergeschoss befindet sich genau vor der Kinderabteilung und wird jungen Bücherwürmern einen Grund geben, ihre Augen auch mal aus spannender Lektüre zu reißen und dem bunten Treiben der Bienen zu zuschauen.

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Bienenvölker gestohlen

Bienenvölker gestohlen

In der Zeit zwischen 11.3. und 9.4.17 wurden zwei Bienenvölker von einem Stand in der Nähe von Kreischa gestohlen. Es handelt sich um ein Volk auf Deutsch Normalmaß in einer Zarge vom „Beutenbauer“ und ein Volk auf Zanderdadant in zwei Flachzargen, einschl. Boden, Wachstuch, Innen- und Blechdeckel. Die Beutenteile und Rahmen sind mit dem Brandzeichen „SCHLOTTER“ versehen. Falls Sie außerhalb der Imkerei Heinrichsgarten ein Teil mit einem Brandzeichen zu sehen bekommen, ist es in jedem Fall unrechtmäßig erworben.

Hinweise nehmen wir gern entgegen oder imkerei@heinrichsgarten.de. Danke!

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Jugendarbeit im Imkerverein

Jugendarbeit im Imkerverein

Jugendarbeit ist eine wichtige Angelegenheit, denn auch die Kleinsten sollen schon an Themen wie die Bedeutung der Honigbiene, Imkerei und Wildbienenschutz  herangeführt werden. Dafür zuständig im Dresdner Imkerverein ist Imkerfreund Korbinian.

Seit nun über zwei Jahren beherbergen die Kleingärten seine Honigbienen und er konnte einen Kleingarten zu einer Imkerei ausbauen und für Besucher einrichten. Besonders durch den Bienenlehrpfad und den Schaukasten existieren hervorragende Möglichkeiten für Führungen und Workshops mit Bienen.

Bei den Führungen mit den Kindern stehen besonders im Fokus:

I Allgemeine Informationen zur Honigbiene an den Schautafeln

Lernziel:

  • Ökologische und ökonomische Bedeutung der Honigbiene (Honigertrag, Bestäubung)
  • Bienenweiden und Flugleistung der Biene
  • Bienenarten und Rassen
  • Anatomie der Honigbiene (Wahrnehmungssinne, Drüsen etc. )
  • Biologie der Honigbiene (Fortpflanzung, Kommunikation, Orientierung etc.)
  • Bedrohungen (Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, moderne Landwirtschaft)


II Bienenschaukasten:

Zwei exemplarische Waben können durch eine Glasscheibe von beiden Seiten betrachtet werden.

Lernziel:

  • Unterschiede von Arbeiterinnen, Drohnen und ggf. Königin
  • Wabenaufbau, Struktur und Unterschiede
  • Brutentwicklungsstadien (Ei, Made, Verdeckelung)
  • Nektar und ggf. Polleneinlagerung

 

III. Bienenvolk:

Exemplarische Waben aus Honig- und Brutraum werden dem Beispielvolk entnommen.

Lernziel:

  • Aufbau eines Bienenvolks (Brutraum, Honigraum)
  • Aufgaben der Bienen im Volk (Brutpflege, Honigreifung, Flugbiene, Fluglochverteidigung etc.)
  • Reifeprozess des Nektars zum Honig mit Kostprobe
  • Detaillierte Einsicht in die Brutentwicklungsphasen

 

Bei Fragen zur Jugendarbeit oder Interesse an einer Führung, melden Sie sich gern unter korbinian.falk@imkerverein-dresden.de.

 

 

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