Nomada succincta – Kuckuck in schwarz-gelb

Nomada succincta – Kuckuck in schwarz-gelb

Warum eigentlich werden Bienen immer schwarz-gelb dargestellt? Die meisten Arten, so wie auch unsere Honigbiene, sind doch eher braun. Und schwarz-gelb sind ja eher die Wespen. Einige Bienen sind aber tatsächlich schwarz-gelb, so u. a. die Wollbienen (Anthidium) und viele Bienen der Gattung Nomada. Passenderweise tragen diese den deutschen Namen „Wespenbienen“.

Bei den Wespenbienen handelt es sich um Kuckucksbienen, also parasitische Arten, die ihre Eier in fremde Nester schmuggeln. Nomadas parasitieren bodennistende Bienenarten, und hier vor allem Sandbienen (Gattung Andrena). Und weil diese unsere artenreichste Bienengattung sind, gibt es bei uns auch sehr viele Wespenbienen-Arten (39 in Deutschland).

Im Frühling, der Hauptflugzeit ihrer Wirte, kann man die überwinterten Weibchen vielerorts beobachten, wie sie über offenen Bodenstellen kreisen, und nach Sandbienennestern suchen. Durch ihre bunte Zeichnung – zum Schwarz-Gelb kommt oftmals noch leuchtendes Rot hinzu – sind sie sehr auffällig und scheinen manchmal die häufigsten Wildbienen überhaupt zu sein. Eine der häufigsten unter ihnen ist wiederum die Gegürtete Wespenbiene (Nomada succincta), der Kuckuck mehrerer Sandbienenarten.

Findet das Wespenbienenweibchen ein halbfertiges Nest, so lauert es in der Nähe darauf, dass die Besitzerin das Nest verlässt, dringt dann bis zu den bereits fertiggestellten Brutzellen vor und platziert sein eigenes Ei so in der Brutzellenwand, dass es mit der Spitze in die Zelle hineinragt. Die Larve entwickelt sich dann in der Zelle, wo sie sich vom Pollenvorrat der Wirtslarve ernährt.

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