Andrena lapponica – Die Biene der nördlichen Wälder

Andrena lapponica – Die Biene der nördlichen Wälder

Mit 75 Spezies in Sachsen sind die Sandbienen (Gattung Andrena) unsere artenreichste Wildbienengruppe. Man findet sie in den unterschiedlichsten Größen und Farben und zu den verschiedensten Zeiten im Jahr. Und obwohl alle Sandbienen in sandigem oder lehmigem Boden nisten, besiedeln sie je nach Art auch die unterschiedlichsten Lebensräume. So findet man sie sogar dort, wo sonst kaum Wildbienen vorkommen: mitten im Wald. Eine dieser seltenen „Waldbienen“ ist die Heidelbeer-Lockensandbiene (Andrena lapponica). Wie ihr deutscher Name bereits andeutet, ist sie auf Heidelbeergewächse spezialisiert. Sie sammelt den Pollen für die Ernährung ihrer Brut vor allem auf den Blüten von Heidelbeeren, aber auch an denen von Preisel-, Rausch- und Moosbeeren. Dies und ihre relative Unempfindlichkeit gegen Kälte und Feuchtigkeit macht sie zu einem typischen Bewohner der nördlichen Wälder. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich bis weit jenseits des Polarkreises. Ihr lateinischer Name bedeutet daher auch „Lappländische Sandbiene“. In Deutschland ist die Heidelbeer-Lockensandbiene aber ebenso verbreitet wie in Russland, Norwegen, Schweden und Finnland. Überall wo in lichten Wäldern Heidelbeeren blühen, kann man sich auf die Suche nach ihr machen. Die Weibchen sind leicht zu erkennen. Bis auf den leuchtend orangeroten Rücken und eine helle Haarlocke an der Innenseite der hinteren „Oberschenkel“ ist sie vollständig schwarz behaart. Also „Augen auf“ beim nächsten Waldspaziergang.
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