Benno Delenk

Benno Delenk

 

IV-DD:Wie lange imkerst Du schon und wie viele Völker hast Du?

Ich imkere seit 1983 und im Moment habe ich 6 Völker in Dadant – Magazinen.

IV-DD: Wie bist Du zur Imkerei gekommen?

Mein Großvater, mein Onkel und mein Schwiegervater hatten Bienen in Dörfern meiner Lausitzer Heimat. Ich konnte mir zunächst nicht vorstellen, in Dresden Bienen zu halten. Nachdem aber ein Arbeitskollege Bienen von seinem Vater übernommen hatte, habe auch ich Feuer gefangen und mit der Imkerei angefangen – zunächst im eigenen Hausgarten, ab 1984 dann in einem Kleingarten.

IV-DD: Wo kann man deinen Honig kaufen?

Meinen Honig verkaufe ich am eigenen Haus. Außer einem Verkaufsstand im Haus habe ich vor der Haustür ein Selbstbedienungsregal mit einer Kasse des Vertrauens aufgestellt. Hier wird der meiste Honig abgesetzt. Es wird immer ehrlich bezahlt.

IV-DD: Du hast Deine Imkerei auf Dadant-Magazine umgestellt. Warum?

Anlaß ist die Faulbrutsituation in Dresden und ganz Sachsen. Die Fachvorträge zu den Problemen und zum Aufwand bei der Sanierung haben mich davon überzeugt, dass eine ordentliche Sanierung mit vertretbarem Aufwand nur bei Magazinen möglich ist. Daher habe ich meine alten Hinterbehandlungsbeuten verschrottet. Außerdem habe ich mit Interesse die Veröffentlichungen zum angepassten Brutraum verfolgt und entschieden, zukünftig mit dieser Betriebsweise im Dadant-Magazin nach Bruder Adam zu arbeiten.

IV DD: Du imkerst seit über 30 Jahren, vorwiegend in Hinterbehandlungsbeuten. Ist Dir die Betriebsweise nicht ans Herz gewachsen?

Etwas schon, da sie ja auch einige Vorteile hat. Aber ich wollte trotz meines Alters gern etwas Neues ausprobieren. Dabei wollte ich nur noch mit einem Brutraum arbeiten.

IV DD: Wo hast Du Deine neuen Magazine aufgestellt?

Auch wieder im Bienenhaus – bei gleichzeitiger Reduzierung der Völkerzahl. Dazu habe ich Einiges baulich angepasst, was die Arbeit erleichtert. Die Vorteile des Bienenhauses möchte ich nicht missen. Ich kann aber auch noch einige Beuten im Freien aufstellen.

IV DD: Welche Erfahrungen hast Du mit der neuen Betriebsweise gemacht?

Von Erfahrungen kann noch nicht die Rede sein. Dazu muss ich 2 bis 3 Jahre damit arbeiten. Soviel kann ich aber schon sagen: Ich habe wesentlich weniger Arbeit – und Vieles ist einfacher.

IV DD: Danke für das Interview. Wir wünschen Dir weiterhin viel Freude mit Deinen Bienen und angenehmes Arbeiten mit dem angepassten Brutraum!

 

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Lisa Becker

Lisa Becker

 

IV-DD: Hallo Lisa! Sag mal, was machst du denn eigentlich beim Imkerverein?

Seit Januar 2017 bin ich beim Imkerverein als Bundesfreiwilligendienstlerin (aka BUFDI) tätig nach dem ich letztes Jahr Mitglied geworden bin und fange dieses Jahr als Jungimkerin mit dem imkern an.

IV-DD: Und was hast du vorher gemacht?

Ich habe im Bachelorstudium in Schottland Ökologie studiert und mir darauf sozial-ökonomische Grundlagen im Masterstudium (M.Sc. Nachhaltige Tropische Forstwirtschaft) an der TU Dresden und Universität Kopenhagen angeeignet.

IV-DD: Imkern….da muss ja auch erstmal drauf kommen oder?

Die Insektenwelt habe ich damals im Bachelorstudium und mehreren Feldforschungsaufenthalten in den Tropen kennengelernt. Die Bienen sind für mich eine Möglichkeit hautnah mit Insekten zu arbeiten und ihre Lebensweise zu beobachten. Der Funke sprang aber erst so richtig über, als Freunde mir von der Wiederbelebung der Zeidlerei vorgeschwärmt haben.

Das Thema “Biene” bedeutet für mich als Ökologin außerdem auch die Schnittstelle Mensch-Natur welche zeitgenössische Themen sowie Problematiken in der Landwirtschaft und Naturschutz umfasst.

IV-DD: Was sind deine Aufgaben bei uns im Verein?

Als BUFDI habe ich mir folgende Schwerpunkte und Aufgaben vorgenommen:

  • die Stadt Dresden in ihrem Vorhaben als ‘Bienenstadt’ unterstützen, u.a. Einrichtung einer Bienen-Bibliothek, Bienenlehrpfad

  • Auseinandersetzung mit dem Thema ‘Hummel’ (Identifikation, Öffentlichkeitsarbeit und Schutz)

  • Unterstützung der Wildbienen- und Schwarmfangbeauftragten

  • Betreuung von jeweils 3 Beuten für Forschungszwecke in Dresden und Tharandt

  • Betreuung der Kulturpalast-Bienen zusammen mit Susanne Handrick

  • Betreuung des Umweltspähers bei der STESAD

  • Erkundung verschiedener Beutensysteme und Betriebsweisen

  • Unterstützung der regionalen Zeidlergruppe

IV-DD: Was gibts sonst noch zu sagen über dich?

Mit einem Blog möchte ich gerne meine Zeit als BUFDI und Erkenntnisse in der Bienenwelt dokumentieren. Den findet ihr hier: http://www.imkerverein-dresden.de/bundesfreiwilligendienst/

 

 

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Alexander Schlotter

Alexander Schlotter

IV-DD: Hallo Alexander, Es ist schön Dich als einen Vertreter der BIO-Imker zu interviewen. Und dann sogar noch Demeter-Imker. Sag mal wie lange imkerst Du schon und wie viele Völker hast Du?

Ich imkere seit 2009 und arbeite aktuell mit etwas über 40 Völkern.

IV-DD: Wie bist Du zur Imkerei gekommen?

Seit Generationen werden in meiner Familie Bienen gehalten, aber erst als ich 2003 auf einer Reise einen jungen Imker in etwa meinem Alter kennenlernte, der Bienen auf seinem Balkon in der Dresdner Neustadt hatte, wusste ich, dass die Bienen etwas mit mir zu tun haben und ich selbst Bienen halten will. Nach der Reise verschlug es mich als gebürtigen Jenaer und meine Frau ebenfalls nach Dresden. Es dauerte dann noch ein paar Jahre bis der Gedanke gereift war und wir den Ort fanden, der nun seit 2009 die Bienen beheimatet.

IV-DD: Was machst Du wenn Du nicht gerade imkerst?

Wenn ich gerade nicht imkere, arbeite ich in meinem Architekturbüro www.hertel-schlotter.de. Außerdem bin ich in der AG Biene sucht Blüte aktiv. Hier sehe ich meinen Schwerpunkt in der Förderung der ökologischen (wesensgemäßen) Bienenhaltung und mache Workshops und Führungen, z.B. im Ferienprogramm des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. Oder ich kümmere mich um meine Hühner, pflege Obstbäume, oder, oder …

IV-DD: Wie imkerst Du? Machst Du etwas anders als andere Imker?

Das kommt darauf an, was die anderen Imker machen ;0)
Vor etwa 4 Jahren habe ich mich der wesensgemäßen Imkerei zugewandt. Seit Anfang 2016 ist meine Imkerei Heinrichsgarten Demeter-zertifiziert.
Zentral für meine Arbeit mit den Bienen ist das Respektieren und Wahrnehmen des Biens als Wesen, als Ganzheit. Die Völker dürfen ihre natürlichen Lebensäußerungen, wie freien Wabenbau und Schwarmtrieb, selbstverständlich ausleben. Ich versuche, die jeweiligen Phasen der Volksentwicklung zu unterstützen und zu nutzen.
Wesentliche Punkte sind für mich:

  • Im ungeteilten großen Brutraum ausschließlich Naturwabenbau ohne Mittelwandvorgabe
  •  Waben im Honigraum aus Naturbau oder mit Mittelwänden aus eigenem Naturbau- und Entdeckelungswachs
  • Das Brutnest (das Bienkind, wie Gerstung es ausdrückt) ist heilig – hier wird nichts gedreht oder umgehängt
  • Vermehrung ausschließlich über den natürlichen Schwarmtrieb
  • Standbegattung und Selektion der Völker (vgl. W. Golz)
  • Keine künstliche Königinnenzucht oder Königinnenaustausch (s.o.)
  • Überwinterung im Wesentlichen auf eigenem Honig
  • Kein Absperrgitter, kein Drohnenschneiden, kein Schneiden von Königinnenflügeln

Auf Basis der oben genannten Grundsätze bin ich immer wieder am Experimentieren, Suchen und Erforschen und freue mich über fachlichen Austausch und Anregungen. Interessanterweise stelle ich übrigens trotz der reichlich aufgezogenen Drohnenbrut keine besonders hohe Varroabelastung der Völker fest – eher das Gegenteil.

IV-DD: Wo kann man Deinen Honig kaufen?

Meinen Honig kann man natürlich bei mir selbst kaufen. Seit diesem Jahr gibt es ihn auch in verschiedenen kleinen, feinen Bio- und Naturkostläden in Dresden und Umgebung. Außerdem gibt es ihn als Museumshonig im Deutschen Hygiene-Museum.

IV-DD: Vielen Dank für das kurze Interview. Wir wünschen noch viel Freude an den Bienen und gute Honig-Ernten.

Ich danke Dir für die Einladung.

 

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Katrin Sobe

Katrin Sobe

stesad

IV-DD: Hallo Katrin, sag mal, wie lange imkerst Du schon und wie viele Völker hast Du?

Aktiv habe ich mit der Imkerei im Jahr 2013 angefangen und beherberge aktuell 8 Völker. Bevor ich mit den Bienen angefangen habe, war ich zwei Jahre im Imkerverein Berlin-Zehlendorf. Dort konnte ich vielen Imkern über die Schulter schauen und habe dabei gemerkt, dass die anfängliche Begeisterung für die Bienen in Euphorie umschlägt und ich unbedingt eigene Völker brauche.
IV-DD: Und wie genau bist Du zur Imkerei gekommen?
Das Interesse für Bienen, Imkerei und die große Frage „Woher kommt eigentlich mein Honig“ hat mich schon immer beschäftigt. Dann habe ich in Berlin beim Honig kaufen mit dem Imker Emil Bekanntschaft geschlossen und dieser hat mich direkt zum Imkerverein weitergeleitet.
IV-DD: Wo stehen Deine Bienenvölker?
Sieben Bienenvölker stehen in meinem Kleingarten in Dresden-Strehlen und sammeln neben der allgemeinen Kleingartenmischung auch im Gebiet vom großen Garten mit den schönen großen Baumtrachten.
Ein weiteres Volk steht als Projekt-Volk, gemeinsam mit der Stesad, in Dresden-Neustadt auf einem Balkon des Stesad-Bürohauses. Der Honig dort ist im Vergleich zum Honig in Strehlen immer leicht unterschiedlich. Die Stesad kauft den Honig zum Teil zurück und verteilt diesen als Werbegeschenk.
IV-DD: Wie imkerst Du? Machst Du etwas anders als andere Imker?
Meine Bienen wohnen in Beuten vom Typ-Zandermaß. Im Jahr 2016 habe ich erste Versuche mit Zadant, einer Mischung aus Dadant und Zander, gemacht. Ich möchte die Bienen so weit möglich naturnah und mit eigenem Honig als Wintervorrat halten. Das ist mir bisher noch nicht ganz gelungen, aber ich arbeite mich an diese Haltung heran. Es ist aus meiner Sicht nicht fair als Mensch die guten Inhaltsstoffe des Honigs zu nutzen und gleichzeitig den Bienen künstliches Ersatzfutter zu geben.
Als Nebenprojekt zu den Bienen bei der Stesad mache ich seit einem Jahr bei den Beobachtungen des sächsischen Landesverbands der Imker mit. Die Stesad hat den Imkerverein mit dem Kauf einer sogenannten Stockwaage unterstützt. Diese sendet regelmäßig Informationen zu Gewicht, Temperatur und Niederschlag zu einem Server. Aus diesen automatischen Messdaten und Monatsprotokollen der Imker kann über Jahre die Völkerentwicklung in Sachsen dokumentiert werden. Zu sehen gibt es die tagesaktuellen Daten hier:
IV-DD: Wieviel Honig erntest Du im Durchschnitt pro Volk und Jahr? Und wo kann man Deinen Honig kaufen?
Meine Honigernten schwanken sehr stark und liegen zwischen 15 und 60 kg pro Volk. Wenn alle Völker mit Ihrem eigenen Honig als Futtervorrat überwintern, werde ich die Ernte weiter zurückstellen.
Meinen Honig verkaufe ich an Freunde und Bekannte. Außerdem bekommt meine Gemüsehändlerin Honiggläser zum Weiterverkauf auf dem Wochenmarkt. Und nach ihren Rückmeldungen schmeckt den Leuten, was die Bienen gesammelt haben.
IV-DD: Vielen Dank für das kurze Interview. Wir wünschen noch viel Freude an den Bienen und viele spannende Erkenntnisse.
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Christian Dreßler

Christian Dreßler

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IV-DD: Hallo Christian, Du bist ja auf ganz besonderem Wege zu den Bienen gekommen. Wo hast du deine Völker stehen?

Meine Bienchen stehen in Sobrigau an der Stelle wo schon die Bienen meines Ururgroßvaters standen.

IV-DD: Und wie bist du dazu gekommen?

Als ich klein war (sieben Jahre alt) und mein Opa sich langsam nicht mehr um seine Bienchen kümmern konnte, nahm mein Vater die Hinterbehandlungskisten zu sich und befasste sich mit der Thematik Biene. Ich schaute meinem Papa dabei immer über die Schulter und entwickelte dabei auch selbst Interesse. Mit der Zeit verlor ich allerdings meinen Enthusiasmus, da sich mein Vater gegen Neuerungen und Modernisierungen wehrte. Als mein Vater 2014 an Krebs erkrankte musste ich mich zügig und während meines Studiums zum Mechatroniker, dennoch um die Tierchen kümmern. Bislang hatte ich immer mal Kleinigkeiten für meinen Vater für die Bienen gebaut oder repariert. Auf dem Sterbebett musste ich meinem Vater versprechen mich um die Süßen zu kümmern.

IV-DD: Hat dir dein Vater noch mehr berichtet?

Er meinte in einem vertraulichen Gespräch ich solle im Keller nach einer Münze suchen – da sei noch was für mich. Ich schenkte dem wenig Beachtung, da sein Krankheitszustand zu diesem Zeitpunkt schon weit fortgeschritten war. Im Herbst 2015 als das Bienenjahr für die Bienen und meinen Vater zu ende ging, begann ich im Keller aufzuräumen. Ich fand in einem alten Buch, als Lesezeichen auf eine Zeitung geklebt, eine Urkunde aus dem Jahr 1876. Sie ehrte meinen Ururgroßvater bezüglich der Bienenzucht. Ausgestellt war sie vom Bienenwirschaftlichen Bezirksverein von Dresden und Umgegend. Mir war bekannt, dass meine Vorfahren alle Bienen hielten, aber das war nun etwas neu für mich. In Folge dieses Fundes suchte ich im Internet nach einem solchen Verein. Nach kurzer Suche auf der Internetseite des Vereins im Bereich Historisches fand ich die Übereinstimmung im Namen des Vereines und dem Gründungsjahr. Kurz darauf besuchte ich eine Vereinssitzung und trat ein.

IV-DD: Hast du vielleicht noch mehr im Keller entdeckt wovon du uns berichten möchtest?

Im darauffolgendem Winter beschäftigte ich mich mit der Imkergeschichte meiner Familie und fand auch noch die besagte dazugehörige Medaille aus Silber.

IV-DD: Wie imkerst du heute?

Nun habe ich meine Imkerei fast komplett modernisiert und auf Zander Magazine umgestellt. Das Meiste versuche ich immer selber zu bauen. Von der Bienenwohnung bis zur Schleuder setze ich mir keine Grenzen. Im Sommer 2016 beschloss ich auf Grund meiner Recherche über meinen Ururgroßvater, in seine Fußstapfen zu treten und begann mit der Zucht. Wer also Interesse an Geschichte, Bienen oder Königinnen hat, kann sich gern bei mir melden.

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Konrad Geipel

Konrad Geipel

IV-DD: Hallo Konrad. Es freut mich, dass Du Zeit für ein paar Fragen hast und ich so auch einen der „alten Hasen“ vorstellen darf.
Wie lange imkerst Du schon und wie viele Völker hast Du?

Seit 1982 – zur Zeit 10 Völker und 18 Ableger. Und eben so lange im Imkerverein. Sogar mit Auszeichnung:
Bronzene Ehrennadel 1988 als BSS für Faulbrut Bekämpfung.
Bronzene Ehrennadel 1998 für ununterbrochen Mitgliedschaft im IV

IV-DD: Wie bist Du zur Imkerei gekommen?

Eine Ärztin riet mir mit dem Klettern aufzuhören, da ich noch blutjung war (40) wollte ich noch nicht im Sessel verkümmern. Außerdem hatten schon 3 Generationen vor mir Bienen. Es ist also Familientradition!

IV-DD: Machst Du etwas anders in Deiner Imkerei, als die andere Imker?

Ich mache anders als manch Andrer, ich lasse seit fast 10 Jahren Königinnen auf einer Belegstation begatten.
Belegstation bedeutet, die Abstammung der Drohnenvölker ist belegt.
Es ist meine feste Überzeugung, dass bei der natürlichen Verpaarung kaum durch Varrose geschädigte Drohnen zum Zuge kommen.
Seit 2016 bin ich Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Toleranzzucht. Vorerst nur, um diese Kämpfer zu unterstützen.
Neben Inselbelegstellen der AGT ist die nächste 99,99% sichere Carnica – Belegstelle derselbigen „Gehlberg“ in Thüringen. Das ist die älteste B.stelle Deutschlands (1911).

IV-DD: Was machst Du wenn Du nicht gerade imkerst?

Lesen, Konzerte, Sauerkraut, dichten und Füße hochlegen.

IV-DD: Wie viel Honig erntest Du im Durchschnitt pro Volk und Jahr? Und wo kann man Deinen Honig kaufen?

Die Honigernte ist Ausdruck vom Trachtangebot, vom genetischen Material und vom Bienenverständnis des Imkers. Bei mir streut es von 40 – 80 kg pro Volk. Honig verkaufe ich zu festen Terminen am Bienenstand, und im Sommer können Kinder Schaubeuten besichtigen.

IV-DD: Konrad, Du hast schon so viel erlebt und erreicht. Hast Du immer noch einen Wunsch der offen geblieben ist?

Mein großer Wunsch: Ein Schau- und Lehrbienenstand im Großen Garten Dresden.

IV-DD: Vielen Dank für das angenehme Interview. Ich wünsche Dir noch viel Freude an den Bienen und beim Schreiben Deiner Gedichte.

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Tagesbeginn

Rosenfinger zeigen am östlichen Horizont
den beginnenden Tag.
Aus der Behausung
huscht eine Sammlerin.
Sie holt lebensspendendes Wasser.
Ich steh in der Kühle des Morgens,
ein glückliches Lächeln im Gesicht.

Konrad Geipel

Ohne Titel

Heil Dir! Rastlose Biene.
Sei mir gegrüßet.
Künderin des Frühlings.
Salute,
Dir Tochter der Sonne,
Schwester der Blüten.
Sammlerin des süßen Nektars
Und des bunten Staubes der Blumen.

Emsig besuchst Du
Blüte für Blüte.
Tief in ihren Schlund
saugst du gierig den Nektar.
Berauscht vom Duft,
geleitet von Zeichen,
die unsichtbar für uns Menschen.

Wie ein Kreisel
Rüttelst Du an den Blüten.
Beißt sie gar auf
die farbigen Beutel.
Bepudert ist das Haarkleid
von ihrem Staub.

Kuppeldienst ist Dein Leben.
Du lebst, um Leben zu geben,
den Pflanzen und durch sie
jeder Kreatur.
Glückliche Biene.

Der Fleiß und die Eintracht
sind Vorbild den Menschen.
Mit Dir als Symbol
schmückten sich Herrscher.

Bewahren wollen wir als Gemeinschaft
Dein Leben.
Vom Ei bis zur Sammlerin.

Deine wilden Schwestern
sterben aus

Durch uns Menschen.

Konrad Geipel

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Marion Loeper

Marion Loeper

unsere-imker-marion-loeperIV-DD: Wie lange imkerst Du schon und wie viele Völker hast Du?

Ich gehöre zu den Jungimkern und habe mit 3 Völkern 2012 angefangen. Mittlerweile wohnen 5 Völker in unserem Garten im Ostragehege.

IV-DD: Wie bist Du zur Imkerei gekommen?

Irgendwann räumte mein Bruder den Nachlass seines Schwiegeropas aus und fand unter anderem enorme Mengen an Wachs. Der roch so gut.
Die dazugehörigen Bücher über die Imkerei der 50ger Jahre fand ich zumindest so spannend, dass ich zusammen mit meinem Freund beschloss, uns damit zu beschäftigen.

IV-DD: Wie imkerst Du? Machst Du etwas anders als andere Imker?

Ich imkere in Dadant und habe mir auch die entsprechende Originalliteratur verschaffen können. Die Familie Dadant hat für meine Begriffe eine gute Philosophie entwickelt, wie die Biene als Tier geachtet wird und trotzdem auf Wirtschaftlichkeit Wert gelegt werden kann.

IV-DD: Wieviel Honig erntest Du im Durchschnitt pro Volk und Jahr? Und wo kann man Deinen Honig kaufen?

Wir geben unseren Honig an Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen etc. weiter.

IV-DD: Du bist im Imkerverein die Schwarm- und Faltenwespenbeauftragte. Erzähl uns doch etwas darüber!

Bienen gehören zu den Hautflüglern genauso wie Wespen, Hummeln und Hornissen. Diese Arten, die unglaublich viele unterschiedlich agierende Vertreter haben, sowohl solitär als auch staatenbildend leben, haben mich schon länger fasziniert.
Zum jetzigen Zeitpunkt (2016) sind wir vier Leute im Imkerverein, die sich um die Stechimmen kümmern. Beratend stehen wir gern zur Verfügung, wenn es darum geht in Gärten, auf Balkonen, Kindergärten und Schulen, Privatgrundstücken etc. Menschen zu beraten, wie sie zusammen mit den Insekten leben können. Eventuell verlegen wir den Eingang eines Nestes so, dass Tier und Mensch getrennte Wege gehen können und beide ihre Daseinsberechtigung erhalten ohne sich gegenseitig zu stören. Gegebenenfalls siedeln wir Nester von Wespen, Hornissen und Hummeln um.

IV-DD: Vielen Dank, Marion. Es ist schön Dich als Scharm- und Faltenwespenbeauftragte im Team zu haben. Wir wünschen Dir noch viel Freude und spannende Erfahrungen in dieser Funktion.

Danke, die werde ich garantiert haben.

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Josef Born

Josef Born

IV-DD: Wie lange imkerst Du schon und wie viele Völker hast Du?

Seit 2013 bin ich Imker habe mit einem Volk angefangen jetzt habe ich 6 Völker .

IV-DD: Wie bist Du zur Imkerei gekommen?

Mein Onkel war Imker und durch die Artikel über die Imkerei in einer Gartenzeitschrift.

IV-DD: Wie imkerst Du? Machst Du etwas anders als andere Imker?

Ich imkere mit kleinen Zellen auf den Mittelwänden nach der Anregung durch www.resistantbees.com.

IV-DD: Wie viel Honig erntest Du im Durchschnitt pro Volk und Jahr? Und wo kann man Deinen Honig kaufen?

Zwischen 25 und 30 kg Honig je Volk ernte ich im Jahr. Bei mir kann man den Honig kaufen.

IV-DD: Vielen Dank für das kurze Interview. Wir wünschen noch viel Freude an den Bienen und viele spannende Erkenntnisse.

unsere-imker-josef-bornFoto bereitgestellt von Josef Born

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Toni Kaden

Toni Kaden

unsere-imker-toni-kaden-200IV-DD: Hallo Toni. Wie bist Du zur Imkerei gekommen?

Zur Imkerei kam ich vor 2012 nach bereits langem Interesse.

IV-DD: Wo imkerst Du?

Ich habe meine 6 Carnica-Völker in einer kleinen Hobbyimkerei in Pieschen auf unserem Grundstück stehen.

IV-DD: Wo kann man Deinen Honig kaufen?

Meine Bienen sammeln mir den Honig für den eigenen Bedarf und eben um ihn an Freunde Bekannte und Interessierte weiter zugeben.

IV-DD: Gibt es etwas bei den Honigbienen, das sich besonders fasziniert?

In der Zucht stecke ich noch in den Kinderschuhen, stehe aber allen, im Rahmen meiner Möglichkeiten, mit Rat und Tat zur Seite.

IV-DD: Und was machst Du, wenn Du nicht imkerst?

Ich bin OP-Pfleger.

IV-DD: Vielen Dank für das kurze Interview. Wir wünschen noch viel Erflog bei der Bienenzucht.

Dankeschön.

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