Neu: Podcasts Bienengespräche

Hier könnt ihr euch in 5 Vorträgen eine kleine Weiterbildung gönnen:

Alle Inhalte vom Vortrag von Bernhard Heuvel werden hier zur Verfügung gestellt.

Hört mal rein 🙂

Bienengespräche 

Bernhard Heuvel 

 

 




“Shoppen” für den Imkerverein

Ganz easy dem Imkerverein helfen? Gar kein Problem!
Wenn Du über AmazonSmile einkaufst und Dich dafür über den Link https://smile.amazon.de/ch/203-140-13841 einwählst, wird 0,5 % des Kaufpreises dem Imkerverein Dresden gutgeschrieben. 🐝🍯🙏
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Ceratina cyanea – Better Together

Wieder neigt sich ein Bienenjahr dem Ende zu, und mit unserer vorerst letzten „Wildbiene des Monats“ möchten wir Euch einen weiteren außergewöhnlichen Charakter der Wildbienenwelt vorstellen. Jetzt im Oktober fliegen nur noch wenige Bienen. Das sind zum einen solche Arten, die bereits im Jahr ihrer Eiablage schlüpfen und bei denen sich die Weibchen bereits im Spätsommer paaren, um dann im nächsten Frühjahr ihrerseits mit dem Nestbau zu beginnen. Seltener noch sind solche Arten, bei denen die jungen Bienen beiderlei Geschlechts überwintern und sich erst im nächsten Frühjahr paaren. Zu diesen wenigen gehört, neben der nahe verwandten und weitaus größeren Blauschwarzen Holzbiene, die Gewöhnliche Keulhornbiene (Ceratina cyanea). Diese kleine, blauschwarz glänzende Biene zeigt einen ausgeprägten Gemeinschaftsgeist. Zum Überwintern nutzt sie hohle oder selbst ausgehöhlte markhaltige Pflanzenstängel, wo sie sich oft in Gruppen von bis zu 30 Tieren zusammenfindet, und dass obwohl es sich um solitär nistende Bienen handelt.

Wie bereits oft beschrieben, sind Wildbienenweibchen besonders fürsorgliche Mütter, die ihre kurze Lebenszeit emsig dazu nutzen, geschützte Nester für ihre Brut anzulegen und diese mit einem Vorrat an Pollen und Nektar auszustatten. Die Gewöhnliche Keulhornbiene geht in ihrer Fürsorge sogar noch einen Schritt weiter, denn sie bewacht oft noch bis zum Schlupf den Nesteingang, verschließt ihn bei Gefahr mit ihrem Hinterleib und verteidigt ihn durch die Erzeugung hoher Töne und teilweise durch das Ausscheiden eines Abwehrsekrets z. B. gegen Ameisen. Zum Lohn dafür lernt die besonders langlebige Bienenmutter oft sogar noch ihre Söhne und Töchter kennen, was bei den mitteleuropäischen Bienen ebenfalls ausgesprochen selten ist.

Die Nester selbst werden in angebrochenen (oder angeschnittenen) markhaltigen Pflanzenstängeln, wie denen von Brombeeren, Rosen oder Königskerzen angelegt. Um die Larve zusätzlich zu schützen, wird das Ei im hintersten Teil der Brutzelle platziert, wozu sich das Weibchen zwischen Pollenproviant und Zellenwand hindurchzwängen muss.

Keulhornbienen zählen zu den Kropfsammlern. Neben dem Transport einer kleinen Menge des Pollens an den Hinterbeinen, wird der Großteil des Pollens für den Transport verschluckt und im Nest wieder ausgespuckt. Wie auch andere Kropfssammler sind Keulhornbienen nahezu kahl und für den Laien dadurch schwer als Bienen zu erkennen. Das Männchen unterscheidet sich vom Weibchen durch seine weiße Gesichtszeichnung. Wer dieser interessanten Wildbiene helfen möchte, kann im eigenen Garten für Überwinterungs- und Nistquartiere sorgen, indem er markhaltige Pflanzen nach der Blüte anschneidet und über den Winter stehen lässt, oder z. B. längere Zwischenstücke von Brombeerranken einzeln und aufrecht ins Beet steckt oder am Gartenzaun befestigt.

Zur Fotobestimmungshilfe Wildbienen




Spenden sammeln für das Projekt “Varroaresistente Biene Sachsen”

Der dm-drogerie markt Deutschland am #Postplatz in #Dresden spendet für ehrenamtliche Projekte. Am Montag, 28. September 2020, können Kunden mit ihrem Einkauf ♥️ zeigen:
5% des Tagesumsatzes kommen dem Projekt “Varroaresistente Biene Sachsen” bzw. dem Imkerverein Dresden e.V. zu Gute.
Also los Leute, bei dm-drogerie markt Deutschland am #Postplatz in #Dresden findet man immer was!



Die Bieneninsel

In Deutschland gilt über die Hälfte des Wildbienen-Bestandes als gefährdet. Auch kleine Taten könne helfen, diesen Zustand zu ändern. Letztes Jahr ist #Veganz mit der #Bieneninsel auf uns zugekommem. Die Bieneninsel beinhaltet alles was du benötigt um Bienen, Wildbienen und anderen Bestäubern eine Nahrungsquelle zu schaffen ohne viel Aufwand und mit #Stylefaktor.

Schaut euch selbst das Video mit Imkerfreund Toni an! PS : Auch ein super Weihnachtsgeschenk 🙂 Alles weitere findet ihr auf der Webseite von der #Bieneninsel

Link: Bieneninsel 




Colletes succinctus und ihr heimlicher Verfolger

Im Laufe unserer Reise durch die Welt der Wildbienen sind wir immer wieder Vertretern der Gattung Colletes (Seidenbienen) begegnet. Wie kaum eine andere Gattung zeigen diese die strenge zeitliche Abhängigkeit von Biene und Nahrungspflanze. So gehört die Frühlings-Seidenbiene zu den frühesten Bienen im Jahr, da sie auf Weiden spezialisiert ist; die Buckel-Seidenbiene wiederum fliegt im Sommer, da sie mit Vorliebe Rainfarn besucht. Mit unserer vorletzten Biene des Monats sind wir im Spätsommer angekommen, der Flugzeit von Colletes succinctus, der Heidekraut-Seidenbiene. Wie ihr deutscher Name verrät, ist sie auf den Pollen von Heidekraut spezialisiert.

Die Heidekraut-Seidenbiene ist ein Beispiel dafür, wie Honigbienen für Wildbienen zum Problem werden können, nämlich dann, wenn es zu viele von ihnen gibt und eine trachtarme Zeit herrscht. In blütenreichen Gegenden und Zeiten stellen einige wenige Bienenvölker meist keine Nahrungskonkurrenz für andere Bienen dar, zumal sie als blütenstete, sozial eingebundene Generalisten bevorzugt große Massentrachten, wie blühende Felder und Bäume besuchen, an denen Wildbienen meist wenig Interesse haben. Anders verhält es sich, wenn streng spezialisierte Bienen auf bestimmte Pflanzen angewiesen sind, die zu einer Zeit blühen, zu der Honigbienen sonst nichts mehr finden, wie z. B. im Spätsommer. In diesem Fall kann es zur Verdrängung der solitären Wildbienen kommen, wie es eine Studie von Stefan Evertz zur Heidekraut-Seidenbiene zeigte.

Neben den Honigbienen muss die Heidekraut-Seidenbiene aber noch zwei weitere Insekten fürchten: die Heide-Filzbiene (Epeolus cruciger), eine Kuckucksbiene und die Fleischfliege Miltogramma punctata. Beide versuchen, ihre Eier in die Nester der Seidenbienen zu schmuggeln, Miltogramma punctata geht dabei aber besonders geschickt vor. Umgangssprachlich wird sie auch als „Satelittenfliege“ bezeichnet, aufgrund ihrer cleveren Strategie zur Wirts- und Nestfindung. Sie lauert auf den Nahrungspflanzen der Bienenweibchen und beobachtet diese so lange reglos, bis sie ausreichend Pollen gesammelt haben und zum Nest zurückfliegen. Dabei verfolgt sie sie mit gleichmäßigem Abstand und findet so die Nester im optimalen Stadium, bevor die Zellen verschlossen werden, so dass sie schnell ihr eigenes Ei hineinschmuggeln kann, nachdem das Bienenweibchen zu einem weiteren Sammelflug aufgebrochen ist.

Neben Miltogramma punctata finden sich solche Satellitenfliegen u. a. auch bei Hosenbienen und Sandbienen, wie Claudia Sperling in diesem Frühjahr beobachtet konnte. In ihrem anschaulichen Filmchen kann man eine andere Fleischfliegenart (vermutlich Leucophora personata) dabei beobachten, wie sie aus sicherem Abstand ein nestbauendes Weibchen der Rotschopfigen Sandbiene belauert.




Imker für Kleingartenverein gesucht

Der Kleingartenverein auf der Winterbergstraße in Dresden

ist daran interessiert auf den Gemeinschaftsflächen ein paar Bienenstöcke aufzustellen und zu pflegen.

Am Vereinsheim wird es demnächst 2 Parkplätze zum Be- und Entladen geben. Der Abstellort könnte vor Ort geplant werden.

 

Wer Interesse hat, bitte melden bei Nadine Reiß unter +49 1522 2608937




+++Helfer gesucht+++

Liebe Imkerinnen und Imker,

für Sonnabend, den 29.08.2020, werden noch dringend Helfer/innen für die letzte große Faulbrut-Sanierung in Dresden (Adresse: Zum Tierheim 10, 01157 Dresden) gesucht! Insbesondere für den Nachmittag, von 13.00 bis ca. 16.30 Uhr, benötigen wir noch Mitstreiter/innen. Wenn Ihr ein paar Stunden an diesem Sonnabend entbehren könnt, dann meldet euch bitte bei Anke Pietsch (per E-Mail: bienengesundheit@imkerverein-dresden.de). Vielen Dank!




Ein Hoch den Disteln

Nur wenige Pflanzen sind für Wildbienen so wichtig, wie Disteln. Jetzt im Spätsommer wartet die Natur nur noch mit wenigen Blüten auf, die nektar- und pollenreichen Disteln stellen da eine besondere Ausnahme dar. Künftige Hummelköniginnen fressen sich hier ihren Winterspeck an. Zudem gibt es eine Vielzahl an Wildbienen, die auf Carduoideae (Disteln und Flockenblumen) spezialisiert sind oder eine Vorliebe für diese Pflanzenfamilie haben, wie die seltene Östliche Zwergwollbiene (Pseudoanthidium nanum).

Diese hübsche kleine Biene mit den weißgelben Flecken, orangeroten Beinen und der weißen Bauchbürste galt noch bis vor wenigen Jahren in Sachsen als ausgestorben, ist aber mittlerweile im Elbtal wieder häufiger zu finden. Wie andere Bienen, die bevorzugt Flockenblumen und Disteln besuchen, profitiert sie vom Klimawandel und den trockeneren Sommern, da die Carduoideae mit diesen Wetterverhältnissen besonders gut zurecht kommen.

Die Östliche Zwergwollbiene nistet in markhaltigen Pflanzenstängeln, wie z. B. eingekürzten Brombeerranken und ist ein lebendes Plädoyer für „wilde Ecken“ im Garten, wo auch Brombeeren und Disteln wachsen dürfen.




Hornissennest auf dem Spielplatz

Diese Woche wurde auf dem Spielplatz in Dresden Hellerau ein Hornissennest gemeldet. Das Nest befand sich in einem Baum – die Flugrichtung der beeindruckenden Tiere lag direkt über dem Sandkasten.

Foto: Detlef Springer

Nach Rücksprache mit unserer Schwarm- und Stechimmenbeauftragten Marion Löper, war eine Umsetzung der Hornissen nicht möglich, da sich diese im Baum befanden.

Durch zügige Reaktion der Umweltgruppe des Bürgervereins Hellerau wurde umgehend ein Absperrband mit Hinweisschilder installiert um die Kinder und ihre Eltern zu schützen.

Später wurde die Absperrung durch eine offizielle Absperrung durch die Stadt Dresden ergänzt.

Foto: Detlef Springer

Vielen Dank an die Umweltgruppe des Bürgervereins Hellerau, hier insbesondere an Herrn Springer, der uns auch die Bilder zur Verfügung gestellt hat.

Sollten Sie selbst einmal so ein Nest entdecken, zögern Sie nicht und melden Sie es direkt bei uns:

Marion Loeper – Schwarmbeauftragte/Stechimmenrettung
E-Mail schwarmrettung@imkerverein-dresden.de
Telefon 0176 83273621
Ihre Ansprechpartnerin für herrenlose Bienenschwärme, Wespen- und Hornissennester.