Cerceris rybyensis – Der Bienenjäger

In diesem Monat soll es hier einmal nicht um eine Biene gehen, sondern um einen „Bienenfeind“. Die Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis) gehört zu den solitär lebenden Wespenarten. Sie lebt nicht in sozialen Verbänden, wie die gewöhnlichen Wespen, sondern jedes Weibchen baut eigene unterirdische Nester, die es mit Proviant für seinen Nachwuchs ausstattet. Damit ähnelt sie in ihrer Lebensweise den solitären Wildbienen, nur dass ihre Larvennahrung nicht aus einem Pollen-Nektar-Gemisch besteht, sondern aus gelähmten Insekten – in ihrem Fall aus Wildbienen der Gattungen Andrena (Sandbienen), Halictus (Furchenbienen), Lasioglossum (Schmalbienen) und Panurgus (Zottelbienen).

Die Ähnlichkeit in der Lebensweise von solitären Bienen und Wespen ist hierbei kein Zufall, denn tatsächlich haben sich die Bienen vor etwa 130 Millionen Jahren aus den Wespen entwickelt, als sie sich von einer räuberischen auf eine rein vegetarische Lebensweise umstellten und begannen, ihre Brut statt mit Insekten oder Spinnen, mit proteinreichem Blütenpollen zu ernähren. Das Foto zeigt eine Bienenjagenden Knotenwespe mit ihrer soeben gefangenen Beute, einer weiblichen Schmalbiene.

An geeigneten Standorten, z. B. in der Nähe von Wildbienennestern, finden sich oft Kolonien von Nestern mehrerer Knotenwespen-Weibchen. Die Nester selbst sind an einem kleinen Hügel von Auswurf um das Eingangsloch herum zu erkennen. Die zierlichen Männchen der Bienenjagenden Knotenwespe findet man gelegentlich in noch unbesetzten Wildbienen-Hotels, wo sie übernachten und verregnete Tage verbringen. In diesem Fall ist der Begriff „Insektenhotel“ also tatsächlich einmal gerechtfertigt.




Neuwahlen des Vorstandes

Es werden noch Bewerber/innen für den Posten des 1. und 2.Vereinsvorsitzenden/e, des Kassierers/in, des Schriftführers/in und des Obmann/frau für die Mitgliederverwaltung gesucht. Voraussichtlich finden die Neuwahlen des Vorstands am 24.09.2019.

Der geschäftsführende Vorstand steht spätestens ab dem 31.12.2019 nicht mehr dem Verein zur Verfügung.




+++Helfer gesucht++

Am Sonnabend, den 24.08.2019, findet der einzige AFB-Sanierungstermin 2019 statt. Es werden dringend 40 Helfer/innen benötigt. Bitte meldet Euch per E-Mail (bienengesundheit@imkerverein-dresden.de) an!




Anthidiellum strigatum – Die kleine Baumeisterin

Unsere Biene des Monats Juli, die Zwergharzbiene (Anthidiellum strigatum), könnte man aufgrund ihrer Körperform und ihrer gelb-schwarzen Zeichnung leicht mit einer Wollbiene verwechseln, und tatsächlich wird sie von manchen Bienenexperten den Wollbienen zugeordnet und heißt dann Anthidium strigatum.

 

 

Abgesehen von ihrem Aussehen, hat sie jedoch wenig mit den Wollbienen gemeinsam. Denn während diese ihre Brutnester aus weicher Pflanzenwolle bauen, die sie in verschiedene Ritzen oder Spalten stopfen, hat die Zwergharzbiene eine vollkommen andere, einzigartige Nistweise. Sie ist eine von ganz wenigen Wildbienen, die nicht in Hohlräumen oder in der Erde nisten, sondern ihre Nester frei an Steine oder Pflanzen bauen. Für den Bau verwendet sie Baumharz, das sie zur besseren Tarnung des Nestes mit kleinen Rindenstückchen durchsetzt.

Das Nest selbst besteht aus mehreren einzelnen Brutzellen in Form kurzer Zylinder, die in einem dünnen, nach unten offenen Röhrchen auslaufen. Diese dünne Öffnung dient der Belüftung der ansonsten luftdichten Brutzelle.

Die Zwergharzbiene ist nicht selten und kommt auch häufig in Parks und Gärten vor. Trotzdem werden ihre Nester leicht übersehen, was für ihre gute Tarnung spricht. Dem Bienenfreund Andreas Schneider ist es jedoch gelungen, ein solches Harzbienennest zu fotografieren. Das Bienenweibchen hat als Nistplatz eine winzige geschützte Nische in einem Sockelstein gewählt.

 

 

In Bezug auf ihre Nahrungspflanzen zählt die Zwergharzbiene zu den unspezialisierten Bienenarten. Sie hat jedoch eine besondere Vorliebe für Schmetterlingsblütler und hier besonders für Hornklee (Lotus corniculatus).




Aufruf: Drohnenbrut gesucht

Die Dresdner Tierrettung päppelt ehrenamtlich Nestlinge und verletzte Vögel auf. Drohnenbrut eignet sich zur Versorgung am besten. Der Vorrat ist für dieses Jahr leider schon aufgebraucht durch die zeitige und langanhaltende Hitze haben viele Vögel versucht durch zu frühes Verlassen der Nester dem Tod zu entkommen.

Wer mit Drohnenbrut aushelfen kann, bitte melden unter E-Mail.




Aktualisierung der Sperrbezirke in Dresden

+++Neuer Sperrbezirk zur Amerikanischen Faulbrut+++

In Dresden-Helllerau wurde der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt. In der tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung vom 19. Juli 2019 wird ein definierter Bereich als Sperrbezirk bekanntgegeben.

Mehr Informationen unter: Veterinäramt Dresden




Buckfast Bienen auf dem Kulturpalast

Der Standort Kulturpalast hat einen neuen Imker. Rico Heinzig vom Dresdner-Stadthonig wird ab jetzt die Bienen dort betreuen. Schaut mal in der Städtischen Bibliothek vorbei und seht den Buckfast-Bienen beim summen zu.

 




Imker-Challenge

Wie wird man eigentlich Imker und wo kommt der Honig her? Der SZ-Redakteur wagt sich in neue Gebiete vor und darf eine Woche bei Imkerfreund Toni in die Lehre gehen.

Tag 1: Henry lernt jetzt imkern 

Tag 2: Honig ernten

 




Gewinner des Fotowettbewerbes Faszination Biene 2019

Endlich ist es soweit! Die Gewinner stehen fest!
Bei 159 Bildern fiel uns die Auswahl nicht leicht, aber herzliche Glückwünsche gehen an:

Herzlichen Glückwunsch an:

  • Platz 1: Sascha Salm
  • Platz 2: André Nebel
  • Platz 3: Marion Langer
  • Platz 4: Stefanie Kucher
  • Platz 5: Tom Zschaage
  • Platz 6: Melanie Kuntert, Til Adler und Sandra Richter

Weitere Finalisten, die ebenfalls die höchste Punktzahl erreichen konnte, findet ihr in der Galerie:-)

Die Gewinner wurden bereits per E-Mail benachrichtigt und können sich Ihre Preise abholen.

Vielen Dank an alle die teilgenommen haben und ihre wundervollen Bilder an uns geschickt haben.
Damit die anderen Bilder nicht alle verloren gehen, haben wir uns noch etwas ganz besonderes ausgedacht, aber dazu später mehr. 🙂




Halictus scabiosae – Die schöne Opportunistin

Die Klimaerwärmung beeinflusst viele Bereiche, so auch die Welt der Wildbienen. Während wärmeliebende Arten jedes Jahr weiter in Hochgebirge sowie nach Norden vordringen, weichen Arten, die an kühlere Temperaturen angepasst sind, noch weiter nördlich aus, oder werden von den Neuankömmlingen verdrängt. Eine dieser wärmeliebenden Neuankömmlinge ist die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae). War diese noch vor zehn Jahren ein seltener Gast in Sachsen, gehört sie heute bereits zu den am häufigsten gemeldeten Arten. Das liegt zum einen an ihrer Größe und auffälligen Färbung, wodurch sie leicht von anderen Arten ihrer Gattung unterschieden werden kann. Ein weiterer Grund für ihre Häufigkeit liegt in ihrem Sozialverhalten.

Halictus scabiosae gehört zu den Bienenarten mit einer sogenannten primitiv eusozialen Lebensweise, bei der mehrere begattete Weibchen gemeinsam in ihrem Geburtsnest überwintern, um dann im nächsten Frühjahr ebenfalls gemeinsam ein neues Nest zu gründen. Das größte Weibchen wird dabei zur Königin gewählt. Seine Aufgaben sind das Eierlegen und das Bewachen des Nesteinganges. Die Schwestern übernehmen den Nestbau und die Nahrungsbeschaffung. Später werden sie von der Königin vertrieben und gründen daraufhin eigene Nester, die sie entweder selbst im Erdboden anlegen oder sogar durch Okkupation von anderen Bienenarten „übernehmen“.

Die Gelbbindige Furchenbiene nutzt zum Pollensammeln Korbblütler, Windengewächse und Kardengewächse. Dabei zeigt sie eine besondere Vorliebe für lilafarbene Blüten, insbesondere für Disteln, an denen man auch die Männchen im Spätsommer oft in Gruppen beobachten kann.