Aktualisierung der Sperrbezirke im Raum Dresden-Brabschütz

Allgemeinverfügung Sperrbezirk Dresden-Brabschütz vom 09.10.2018

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Weiter Informationen folgen.




Die Ackerhummel (Bombus pascuorum) – Der Spatz unter den Wildbienen

Nun wird es langsam Herbst und selbst bei schönem Sonnenschein finden sich kaum noch Hummeln auf den verbliebenen Blüten. Die Völker der meisten Arten sind bereits eingegangen; die jungen befruchteten Königinnen haben sich in ihre Winterquartiere zurückgezogen. Die einzige Hummel, die sich jetzt noch relativ zahlreich zeigt, ist gleichzeitig auch unsere verbreitetste Art: die Ackerhummel (Bombus pascuorum). Aufgrund ihrer unauffällig rotbraun, beige und schwarzen Behaarung und ihres schlanken Körperbaus, wird sie jedoch oft statt für eine Hummel für eine solitäre Wildbiene gehalten.

Die Ackerhummel gehört zu den wenigen Hummelarten, die keine Mäusenester als Nisthöhlen benötigen, sondern ihre Nester selbst bauen, z.B. unter Moospolstern oder einer überhängenden Krautschicht. Auch Baumhöhlennester und Hummelkästen werden von ihr bezogen. Folgendes Foto zeigt ein Nest der Ackerhummel, dass relativ unaufwendig unter einer Moosschicht angelegt wurde.

So anspruchslos, wie in der Nistplatzwahl, ist sie auch bei ihren Nahrungspflanzen. Ackerhummelvölker sind zudem sehr langlebig; ihre Flugzeit erstreckt sich von Mitte April bis in den späten Oktober. All dies macht sie während der gesamten Hummelsaison zu einem häufigen Gast in unseren Parks und Gärten. Wer gezielt Ackerhummeln in den eigenen Garten locken möchte, sollte einige Beinwell-Stauden anpflanzen – eine der Lieblings-Nahrungspflanzen der Ackerhummel mit ebenfalls sehr langer Blütezeit.

Mit der Ackerhummel, dem “Spatz unter den Hummeln”, verabschiedet sich die ‘Wildbiene des Monats’ in die Winterpause. Bis zum nächsten Frühling …




Die Bunthummel (Bombus sylvarum) – Hummel im Designerkleid

Die Bunthummel (Bombus sylvarum) zählt vermutlich zu unseren schönsten Hummelarten. Statt der bei Hummeln sonst üblichen kontrastreichen, gelb- oder rot-schwarzen Behaarung, trägt sie ein mehrfarbiges Pelzkleid in sanften Pastelltönen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich dabei kaum voneinander, denn auch die Weibchen haben ein hell behaartes Gesicht, wie es sonst oft nur den Hummelmännchen vorbehalten ist. So kann man die Bunthummel-Männchen meist nur am etwas verlängerten Hinterleib von den Arbeiterinnen unterscheiden, es sei denn, diese tragen gerade dicke Pollentaschen, die ihr Geschlecht verraten.

Ihr deutscher Name ‘Bunthummel’ ist noch relativ neu, denn entsprechend ihrem wissenschaftlichen Namen nannte man sie früher ‘Waldhummel’. Carl von Linné, der die Hummel 1761 als erster wissenschaftlich beschrieben und ihr ihren Namen gegeben hat, soll sein Exemplar im Wald gefunden haben. Dieser Name ist jedoch irreführend, denn im Wald wird man sie wohl am allerseltensten antreffen. Ihr typischer Lebensraum sind blütenreiche Wiesen, z. B. an Waldrändern, aber auch blühende Flussauen, wie die Dresdner Elbwiesen, wo man sie im Sommer relativ häufig beim Blütenbesuch beobachten kann.




Neue Kategorie auf der Webseite

Liebe Imkerfreunde,

da uns viele Hinweise und Wünsche erreichen, die einen Bienen-Stellplatz zu vergeben haben oder Standorte die einen Mitimker suchen, haben wir dafür eine eigene Kategorie aufgemacht.

Hier findet ihr alle Angebote. 

Fragen, Hinweise oder Ideen dazu, richtet ihr am besten an:

Tino Lorz  lorz@imkerverein-dresden.de

Susanne Handrick susanne.handrick@imkerverein-dresden.de

 

 




Die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) – Wanderarbeiter und Eroberer

Bei Bombus terrestris, der Dunklen Erdhummel, ist der Name Programm, denn sie ist die weltweit am häufigsten vorkommende Hummelart. Das liegt in doppelter Hinsicht an ihrer großen Anpassungsfähigkeit, die es ihr einerseits ermöglicht, unterschiedlichste Lebensräume zu besiedeln, sie andererseits aber auch für den Menschen interessant macht, der sich diese Anpassungsfähigkeit für die Bestäubung in Gewächshäusern zunutze macht. Im Gegensatz zu vielen anderen Hummelarten, lässt sich die Dunkle Erdhummel auch in Gefangenschaft halten und vermehren. Und durch die für Hummeln charakteristische Fähigkeit des Buzzing, bei dem festsitzender Pollen mittels Vibration aus den Blüten herausgeschüttelt wird, eignet sie sich besonders gut zur Bestäubung von Tomaten, wofür sie mittlerweile in industriellem Umfang gezüchtet und fast weltweit eingesetzt wird.

Der Einsatz von Erdhummeln hat, neben der effektiven Bestäubung, den Vorteil, dass in den betreffenden Gewächshäusern, aus Rücksicht auf die Hummeln, weniger Pestizide eingesetzt werden. Doch wie jeder Fortschritt, hat auch die Hummelbestäubung nicht nur positive Seiten. Durch die Haltung auf engstem Raum in den Zuchtbetrieben, sind die Hummelvölker trotz strengster Hygiene dem Einfluss verschiedenster Hummelkrankheiten ausgesetzt. Das wäre, außer für den Betrieb und die betroffenen Hummeln, kein großes Problem, würden nicht hin und wieder Hummelköniginnen aus den Gewächshäusern entkommen.

So konnten Dunkle Erdhummeln mittlerweile viele Gebiete der Erde besiedeln, in die sie wohl trotz ihrer großen Anpassungsfähigkeit von selbst nie gelangt wären. In den neu besiedelten Gebieten breiten sie sich oft stark aus und treten in Nahrungskonkurrenz mit ansässigen Blütenbesuchern. Hinzu kommen die mitgebrachten Krankheiten, was dazu führt, dass das Auftauchen der Dunklen Erdhummel weltweit mit dem Schwund an dort heimischen Hummelarten einhergeht. Besonders stark ließ sich dieser Einfluss z. B. an der auffällig großen und schönen Padagonischen Riesenhummel (Bombus dahlbomii) in Südamerika beobachten, die in den Gebieten, in denen der Neuankömmling auftauchte, überraschend schnell ausgestorben ist.

In Europa jedoch gehört die Dunkle Erdhummel zur heimischen Fauna, wo sie außer in dichten Wäldern in allen Lebensräumen anzutreffen ist. Auch künstliche Hummelkästen werden gern besiedelt. Ihr Status als Eroberer zeigt sich aber auch hierzulande, denn gelegentlich kommt es vor, dass die Königinnen gewaltsam ein Nest der Hellen Erdhummel okkupieren.

Königinnen und Arbeiterinnen ähneln denen des in der “Hummel des Monats April” vorgestellten Arten des Lucorum-Komplexes. Von diesen unterscheiden sie sich unter anderem durch einen etwas schmaleren und dunkler gelben „Kragen“ hinter dem Kopf. Die Männchen, die jetzt im Spätsommer oft in Gruppen an Disteln sitzen, sind an den statt gelb komplett schwarz behaarten Gesichtern zu erkennen, ein Merkmal, dass sie mit den Männchen der Gartenhummel (Bombus hortorum) und der seltenen Feldhummel (B. ruderatus) teilen. Diese beiden Arten tragen jedoch einen zusätzliches gelbes Querband auf dem Thorax-Ende, womit man sie gut von der Dunklen Erdhummel unterscheiden kann.




Wir sagen Danke!

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die uns in diesem Jahr bei der Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut unterstützt haben! Ganz besonderer Dank gilt dem Tierheim Dresden, der Dresdner Feuerwehr, dem THW sowie allen ehrenamtlichen Helfern, die in ihrer Freizeit bei der Sanierung geholfen haben.

Vielen Dank!

Hier findet ihr den aktuellen Artikel aus der DNN zur Faulbrutsanierung in Dresden:

Dresdner Neuste Nachrichten

 




„Stechen Hummeln oder beißen sie?“

Dies ist eine der häufigsten Fragen, die in Bezug auf Hummeln gestellt werden. Die Antwort lautet: „Beides“.

Wie alle Bienenweibchen besitzen auch Königinnen und Arbeiterinnen der Hummeln einen gifttragenden Stachel, den sie bei Bedrohung einsetzen, um sich oder ihr Volk zu verteidigen. Da sie aber durch ihren plumpen Körperbau nicht so wendig sind, wie Honigbienen, Wildbienen oder Wespen, benötigen Hummeln zum Stechen ein Widerlager, wie etwa den Erdboden; oder müssen sich zumindest irgendwo festhalten, was sie mit ihren Mundwerkzeugen tun. Dieses Festbeißen als Vorbereitung des Stechens ist es, das oft den Eindruck erweckt, Hummeln würden eher beißen als stechen.

Hummelweibchen stechen also durchaus; es fällt ihnen nur etwas schwerer. Da ist es gut zu wissen, dass Hummeln, etwa im Vergleich zu Honigbienen, ausgesprochen friedlich sind. Selbst ein Öffnen ihres Nestes führt – zumindest aus Imkersicht – zu bestenfalls halbherzigen Verteidigungsreaktionen von Seiten der Nesthummeln.

Wie so oft, gibt es aber auch hier eine Ausnahme und das ist die Baumhummel (Bombus hypnorum), die ausschließlich oberirdisch nistet, z. B. in verlassenen Vogelnestern und Baumhöhlen. Baumhummeln gelten bei Hummelfreunden als aggressiv, denn sie greifen oft bereits an, wenn man sich dem Nest bis auf wenige Meter nähert. Diese „Aggressivität“ ist jedoch nichts im Vergleich zur Stechfreudigkeit von Honigbienen oder einiger sozialer Wespenarten. Auch das beim Stich abgegebene Gift ist weit weniger wirksam als das der Honigbiene.

Kein Grund also, Hummeln zu fürchten, oder gar ihre Nester ohne Genehmigung zu entfernen. Wie alle „wilden Bienen“, stehen auch Hummeln unter besonderem Artenschutz. Sie dürfen weder getötet, noch beim Brüten gestört, geschweige denn ihre Nester vernichtet werden. Und wenn sich wirklich mal ein Hummelnest an einer besonders ungünstigen Stelle befindet, hilft eine Meldung beim zuständigen Umweltamt, dass gegebenenfalls über eine Umsiedlung des Nestes entscheidet.




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Nisthilfe für Wildbiene “Flocki” fertig zum Einzug

Am Dresdner Weißeritz-Grünzug wurde heute mit Anbringung der Infotafel als zweite Station des Dresdner Bienenlehrpfades offiziell die neue Nisthilfe für die Flockenblumen-Blattschneiderbiene (Megachile apicalis), kurz „Flocki“, fertiggestellt. Diese seltene Biene galt seit Jahrzehnten in Sachsen als ausgestorben, bevor sie 2016 mit einem stabilen Bestand auf einer Baubrache am Weißeritz-Grünzug wiederentdeckt wurde. Die aus drei mit sandigem Lehm und flachen Steinen gefüllten Gabionen bestehende Nisthilfe soll ihr trotz anstehender Bebauung ein neues Zuhause bieten.

Wie ihr Name schon andeutet, bevorzugt die Flockenblumen-Blattschneiderbiene – ebenso wie noch ca. 40 andere in Deutschland vorkommende Wildbienenarten – Flockenblumen (Centaurea) als Pollenquelle für die Ernährung ihrer Brut. Der reiche Bestand an Flockenblumen am Weißeritz-Grünzug bietet der Biene damit beste Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Fortpflanzung.

Der Dresdner Imkerverein dankt allen Beteiligten für die schöne Zusammenarbeit, allen voran Harald Wolf vom Dresdner Umweltamt für die Koordination und den Auszubildenen des Regiebetriebes Technische Dienstleistungen für die Planung und Aufstellung der Nisthilfe. Unser besonderer Dank gilt außerdem der Hoy Geokunststoffe GmbH, der Humuswirtschaft Kaditz GmbH, und den Imkerfreunden Kathleen Strey und Gerd Kleber, durch deren großzügige Materialspenden der Bau der Nisthilfe realisiert werden konnte.

Sobald die derzeitige Trockenheit etwas nachlässt, ist für die Innenfläche der Nisthilfe noch zusätzlich die Pflanzung von Scabiosen-Flockenblumen geplant, die uns die Mitarbeiter des Projektes “Urbanität und Vielfalt” des Dresdner Umweltzentrums spontan zur Verfügung gestellt haben. Auch hierfür unseren herzlichen Dank!




Bienen im Stahlbeton

Manchmal wird unsere Schwarmrettung noch zu ganz anderen Einsätzen gerufen. Diesmal, ganz hoch über Dresden auf einer Baustelle, befanden sich Bienen im Stahlbeton. Dank der Bauarbeiter konnte der Beton aufgebrochen werden.