Neues Gesetz zum Schutz von Belegstellen

Ein Erfolg für die Bienenzucht. Ende Juni 2018 wurde das neue Gesetz zum Schutz von Belegstellen beschlossen, damit wurde der Schutzradius von sieben auf zehn Kilometer ausgeweitet.

Alles weitere dazu findet ihr hier:

SZ-Online

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

 

 

 




Gesunde Luft im Bienenstock? Chemiker der TU Dresden untersuchen die chemische Grundlage der Bienenstockluftthe­rapie

Im Mittelpunkt der Forschung stand diesmal die Stockluft im Bienenstock. Wir freuen uns sehr über diese Studie die von Tino Lorz und Lisa Becker vom Imkerverein unterstützt wurde.

Hier gehts zum Artikel: Grundlage der Bienenluftstocktherapie

 




Neues zum Belegstellengesetz

Der aktuelle Gesetzentwurf hilft der dunklen Biene nicht.

Den aktuellen Artikel gibts hier zum Nachlesen:

 

 




Schwarmalarm

In den kommenden Wochen werden wieder viele Honigbienen-Königinnen mit einem Teil ihres Volkes den angestammten Bienenstock verlassen, um ein neues Nest zu gründen – sie schwärmen. Das Regime im alten Stock übernimmt eine junge Königin. Die Schwärme hängen sich gern als Schwarmtraube an Äste und Mauervorsprünge, um in Ruhe nach einem geeigneten Hohlraum suchen zu können. Zu diesem Zweck werden Kundschafter, so genannte “Scoutbienen”, ausgeschickt, um ein neues Domizil für das Volk zu finden. Die Bienen tragen zwar Proviant für mindestens 3 Tage bei sich, werden aber leider häufig von Frühsommergewittern und Regengüssen überrascht, und insgesamt verläuft die Wohnungssuche in Ermangelung von geeigneten hohlen Bäumen allzu oft erfolglos. Solche Bienenschwärme sind dem Untergang geweiht und brauchen unsere Hilfe.

Falls ihr also durch Zufall auf einen Bienenschwarm stoßt, meldet ihn bitte einem Imker, oder der Schwarmbeauftragten des Imkervereins.

Marion Loeper – Schwarmbeauftragte/Stechimmenrettung
E-Mail schwarmrettung@imkerverein-dresden.de
Telefon 0176 83273621
Ihre Ansprechpartnerin für herrenlose Bienenschwärme, Wespen- und Hornissennester.

 

Der Imker wird sich um ihn kümmern und ihm ein neues Zuhause geben. Hat sich der Schwarm an einer für die Anwohner besonders ungünstigen Stelle niedergelassen, hilft auch die Tierrettung der Feuerwehr. Übrigens sind Bienenschwärme in der Regel sehr friedlich, da sie weder Brut noch Vorräte gegen Eindringlinge verteidigen müssen. Die Gefahr von Schwarmbienen gestochen zu werden, ist sehr gering.

Wenn man in der Wartezeit etwas tun will, hilft es, den Schwarm schon mal ein wenig mit Wasser zu besprühen (zum Beispiel mit einem Pflanzensprüher). Der vermeintliche Regenschauer bringt die Bienentraube dazu, sich enger zusammen zu schließen und erleichtert so dem später eintreffenden Imker die Arbeit.

Bitte auch folgende aktuellen Hinweise beachten Bienengesundheit in Dresden.




Winterfutter für Bienen

So hat Imkerfreund Josef seinen Winter erlebt und er hat auch eine Erklärung:

Ich habe 2 von 6 Völkern überwintert, der Rest ist verhungert , da mein Winterfutter auskristalisiert ist.
Ich habe Zucker von Netto verwendet, der warscheinlich diesmal mehr Stärke als Trennmittel enthält als die anderen Jahren (Stärke fördert die Kristalisation bei Zuckerlösung).
Da habe ich mich mit den Thema Winterfutter beschäftigt und einen guten PDF Artikel aus Bayern gefunden , den könnte man doch auf die Vereinsseite stellen.
Die Hinweise zur Fütterung könnt ihr hier downloaden. Danke an Imkerfreund Josef!
Fütterung_Bienenvölker



Ein kurzer Hinweis zur Probenahme!

Es ist von allen Völkern die vom Veterinäramt geforderte Futterkranzprobe zu entnehmen.
Das gilt auch für verendete Völker.
Auch wenn alle Völker eines Standes den Winter nicht überlebt haben, entbindet das nicht von der Probenahme. Es müssen auch in diesem Fall Proben gezogen werden.
Das Ziel des Monitorings ist, genau festzustellen, wie sich die Faulbrut im letzten Jahr ausgebreitet hat.
Es ist demzufolge wenig hilfreich, verendete Völker nicht mit zu beproben.
Solche Völker sind unverzüglich bienendicht zu verschließen, zeitnah die Waben einzuschmelzen, Zargen und Rähmchen zu desinfizieren.

Die Bienengesundheitsgruppe des Imkervereins




Aktuelle Informationen zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut in Dresden

Alle Imkerinnen und Imker haben dieser Tage Post von der Amtstierärztin erhalten. Damit keine Information verloren geht, hier noch einmal alles zum nachlesen:

Anordnung
einer Futterkranzprobe im Stadtgebiet Dresden
im Zeitraum vom 3. April – 30 April 2018

Untenstehend finden sich die Dokumente zur Aufhebung der Allgemeinverfügung aus 2017, die neue Allgemeinverfügung und die Arbeitsanweisung zur Entnahme der Futterkranzprobe.

Arbeitsanweisung_Futterkranzprobe2018

Vollzug_BienSeuchV_Allgemeinverfügung2018

Allgemeinverfügung_Aufhebung

 




Sanierungswochenenden 2018 – Helfer gesucht!

Auf Grund der angespannten Seuchenlage der Bienenseuche- Amerikanischen Faulbrut im Stadtgebiet von Dresden, organisiert der Imkerverein Dresden e.V neun Sanierungswochenenden. Zur Sanierung steht das Bienengesundheitsmobil des Vereins inklusive 3 Sanierungsstrecken zur Verfügung. Es werden pro Sanierungswochenende 20 freiwillige Helfer/innen benötigt. Der Arbeitsschwerpunkt liegt immer auf dem Sonnabend. Für die Teilname bekommt jeder Helfer/in ein Zertifikat des „Netzwerk – Praktische Fraulbrutbekämpfung“.

Freiwillige melden sich bitte unter der E-Mail-Adresse: NetzwerkAFB@gmx.de (Telefonnr.+Wunschwochenende) an.

Wochenende 4.-6. Mai 2018 – Cossebaude/ Mobschatz/Briesnitz

Wochenende 25.-27.Mai 2018 – Hellersiedlung

Wochenende 1.-3.Juni 2018 – Cossebaude/ Mobschatz/Briesnitz

Wochenende 15.-17. Juni 2018 – Hellersiedlung

Wochenende 29.Juni – 1.Juli 2018 – Stadtgebiet Dresden – Sanierungswochenende AFB

Wochenende 13.-15. Juli 2018 – Stadtgebiet Dresden – Sanierungswochenende AFB

Wochenende 27.-29. Juli 2018  – Stadtgebiet Dresden – Sanierungswochenende AFB

Wochenende 10.-12. August 2018  – Stadtgebiet Dresden – Sanierungswochenende AFB

Wochenende 17.-19. August 2018  – Stadtgebiet Dresden – Sanierungswochenende AFB

 

 

 

 




Varromittel mit Zulassung – Übersichten




Hinweise zur Winterbehandlung

Liebe Imkerinnen, liebe Imker

 

Es beginnt nun die Vorbereitung für unsere Winterbehandlung gegen die Varroamilbe. Im November werden die Bodenschieber zur Kontrolle des natürlichen Milbenfalles in den Zargenboden eingeschoben. Doch nicht nur für ein paar Tage, sondern für 2-3 Wochen. Die Bienen pflegen jetzt wenig Brut. Es schlüpfen kaum noch Jungbienen. Die meisten Milben fallen aus den Zellen, wenn Bienen schlüpfen. Die Milben, die auf den Bienen sitzen, fallen nur zufällig mal ab. Das Ergebnis kann täuschen. Um ein sicheres Ergebnis zu erhalten, müssen die Schieber 2-3 Wochen darunter bleiben. 1x wöchentlich wird ausgezählt und der Schieber wieder untergeschoben, um nach einer Woche erneut auszuzählen. Zum Schluss werden alle Milbenauszählungen addiert und durch die Tage der Kontrolle geteilt. Der Grenzwert ist im Spätherbst 0,5 Milbe/Tag. Wenn dieser überschritten ist, steht eine Winterbehandlung an. Auch bei Imkern, die auf das Drohnenbrutschneiden verzichten wollen. Die Völker gehen mit einer Winterbehandlung fast milbenfrei ins nächste Frühjahr. Die Winterbehandlung sollte bis zum Jahreswechsel abgeschlossen sein, denn Honig darf von den betroffenen Völkern erst wieder im darauf folgenden Jahr geerntet werden. Für beide Säuren gilt: Behandlung nur am brutfreien Volk und es müssen alle Damen zu Hause sein, d.h. kein Flugbetrieb. Die Bodenschieber sollten eingeschoben werden, um den Behandlungserfolg zu begutachten.

Wir haben zur Auswahl:

Oxalsäuredihydratlsg. 3,5% ad us. vet. ( Serumwerk Bernburg AG )

Oxuvar ( Andermatt Biovet AG )

Oxuvar 5,7% ad us. vet. ( Andermatt Biovet AG )

Milchsäure 15% ad us. vet. ( Serumwerk Bernburg AG )

 

Die Träufelmethode mit Oxalsäure:

Herstellung erfolgt nach Anweisung des Herstellers.

Behandlungstemperatur: ca. 3 °C, besser leichte Minusgrade, die Bienen sollen eng sitzen, damit die Säure optimal im Volk verteilt wird, handwarm verabreichen ( Thermoskanne mit heißem Wasser + Schüssel zum Hineinstellen mit an den Stand nehmen – Vorsicht, Säure dabei nicht verdünnen ), bei milden Tagestemperaturen, die kalten Morgenstunden ausnutzen

Dosierung:

5 – 6 ml/Wabengasse                               schwaches Volk, < 1 Zarge: 30 ml

mittelstark         ,   1 Zarge: 40 ml

stark                   , > 1 Zarge: 50 ml

Zu hohe Dosierungen und mehrmalige Anwendung schädigt Bienen. Die Folge sind schwache Völker im Frühjahr bzw. der Verlust der Völker. NUR EINMAL TRÄUFELN! Der durch die Behandlung ausgelöste erhöhte Milbenfall hält 4-5 Wochen an.

 

Hilfsmittel:

große Spritze, als Verlängerung eine Pipettenspitze aufgesteckt, Skalierung 50 ml

Thermoskanne mit heißem Wasser + Schüssel

Arbeitsschritte:

Herstellung nach Packungsanweisung

Oxalsäure im Wasserbad anwärmen ( handwarm ), gewünschte Menge mit der Spritze aufziehen und sicher zur Seite legen, Volk öffnen und gleichmäßig durch alle bienenbesetzten Wabengassen träufeln – Wabengassen besser zweimal „ abfahren „ , Volk zügig wieder schließen

Bei zweizargiger Überwinterung müssen die Bruträume auseinander geklappt werden. Die Bienen sitzen meistens in der unteren Zarge.

Die gebrauchsfertige Lösung ist nicht lagerfähig. Sie ist für den sofortigen Verbrauch bestimmt. Reste können mit viel Wasser verdünnt dem Abwassersystem zugeführt werden.

 

Sprühbehandlung mit Oxuvar 5,7% :

Herstellung nach Anweisung des Herstellers

Behandlungstemperatur: > 8 °C, da jede bienenbesetzte Wabe gezogen werden muss, die Bienen können verklammen

Dosierung:

2 – 4 ml/besetzte Wabenseite, im 45° Winkel besprühen, einmalige Anwendung, laut Hersteller kann in besonders dringlichen Fällen ein zweites mal nach 14 Tagen besprüht werden

Hilfsmittel:

(nicht tropfende) Pflanzenspritze mit feinem Sprühnebel

Arbeitsschritte:

Jede bienenbesetzte Wabe wird nacheinander gezogen und jeweils beidseitig besprüht. Die Bienen sollen nicht durchnässt werden, die kleinen Tröpfchen sollen noch erkennbar sein ( Dosierung beachten ), zügig arbeiten – Smoker benutzen

Die gebrauchsfertige Lösung ist ein Jahr haltbar- frostfrei ( innerhalb der 5 Jahre Haltbarkeit ), Entsorgung siehe Träufelbehandlung

 

 

 

 

Sprühbehandlung mit Milchsäure 15%:

Siehe oben – Oxuvar 5,7%

Behandlungstemperatur: > 8 °C

Dosierung: ca. 8 ml/bienenbesetzte Wabenseite, zweimal im Abstand von einigen Tagen behandeln   ( 4 – 7 Tage )

Hilfsmittel: Pflanzenspritze mit feinem Spühnebel

Arbeitsschritte:

alle bienenbesetzten Waben werden nacheinander gezogen und beidseitig besprüht ( siehe oben – Oxuvar 5,7%), zügig arbeiten

 

Der Arbeitschutz:

Oxalsäure:

Sprühanwendung:

Atemschutzmaske FFP 2, langärmelige Kleidung, Schutzbrille, säurefeste Handschuhe – Sprühnebel nicht einatmen, Windrichtung beachten

Träufelbehandlung:

Schutzbrille, säurefeste Handschuhe, langärmelige Kleidung

 

Milchsäure:

es wird ein Atemschutz empfohlen, Schutzbrille, Gummihandschuhe, längere Kleidung, Windrichtung beachten

 

Zum Download findet ihr hier noch eine hilfreiche Liste: varroabehandlungsmittel_mit_zulassung

 

Eure Bienen-Gesundheitsgruppe