Trachusa byssina – die Ausnahmebiene

Die Große Harzbiene (Trachusa byssinum) passt in kein Schema. Manche Bienenkundler zählen sie zur Gattung der Wollbienen – auffällig schwarz-gelb gezeichneten Bienen, die ihre Brutnester aus weicher Pflanzenwolle bauen. Die Große Harzbiene ist jedoch eher unauffällig rotbraun und weiß behaart; nur die gelbe Gesichtszeichnung des Männchens lässt die enge Verwandtschaft mit den Wollbienen erkennen. Auch beim Nestbau geht sie ganz eigene Wege und baut ihre Brutkammern, ähnlich wie die Blattschneiderbienen, aus Blattstreifen, die aber zusätzlich mit Harz verklebt werden. Die Nester werden in sandigen oder lößhaltigen Hängen angelegt. Ihr Abweichlertum hat ihr im Deutschen den etwas negativ klingenden Beinamen „Bastardbiene“ eingebracht.

Zu finden ist die Große Harzbiene vor allem an blütenreichen Waldrändern und auf Trockenrasen. Zum Pollensammeln ist sie auf Schmetterlingsblütler spezialisiert, mit besonderer Vorliebe für Hornklee (Lotus corniculatus). Durch ihr reiches Angebot an Nektar und proteinreichem Pollen ist diese Pflanze bei Hummeln, Woll- und Blattschneiderbienen gleichermaßen beliebt. Zudem ist sie die Hauptnahrungspflanze der Raupen des Hauhechel-Bläulings und sollte daher in keinem Insektengarten fehlen.

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Chelostoma rapunculi – Entspannte Ruhe im Männerschlafsaal

Habt Ihr Euch eigentlich schon mal gefragt, wo Wildbienen schlafen?

Wildbienenweibchen haben es leicht, sie übernachten meist einfach in den halb fertiggestellten Nestern. Da die Bienenmännchen aber nichts zum Nestbau beitragen, haben diese auch kein Anrecht auf einen geschützten Schlafplatz im Nest. Sie suchen sich dann irgendwelche Ritzen und Spalten, oder schlafen auf Blüten. Da es dort aber wegen des morgendlichen Taus oft sehr feucht ist, haben manche Arten eine spezielle Schlaftechnik entwickelt, bei der sie sich mit den Mundwerkzeugen an höher und trockener gelegenen Halmen festbeißen, was für den Betrachter oft ziemlich unbequem aussieht.

Den schönsten, gemütlichsten und sichersten Schlafplatz haben aber vermutlich die Männchen der Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi). Sie übernachten in den Blüten von Glockenblumen, auf die ihre Art streng spezialisiert ist. Wer Glockenblumen im Garten hat, sollte sich einmal am Abend oder Morgen auf die Suche nach ihnen machen. Dazu kann man vorsichtig die Blütenglocken mit der Öffnung nach oben drehen. Oft findet man dort gleich mehrere Männchen, die sich den Schlafplatz teilen. Seltener trifft man dort auch Chelostoma campanularum, die Kleine Glockenblumen-Scherenbiene, oder eine andere auf Glockenblumen spezialisierte Art.

Glockenblumen-Scherenbienen nisten oberirdisch in vorgefundenen Hohlräumen, wie Käferfraßgängen, aber auch in Insektenhotels mit einem Lochdurchmesser von ca. 3,5 mm. Die Brutzellen bestehen aus einem Mörtel aus Lehm, Sand, Nektar und möglicherweise auch Speichel, der Nesteingang wird zusätzlich mit kleinen Steinchen verstärkt.

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Stelis signata – Biene mit düsteren Absichten

In diesem Monat soll es hier um eine weitere Kuckucksbiene gehen, sowie um eine weitere Merkwürdigkeit aus der Welt der Wildbienen. Kuckucksbienen-Weibchen legen ihre Eier in fremde Nester und passen dazu meist einen Moment ab, an dem die Wirtsbiene zum Sammeln ausfliegt. Viele  Kuckucksbienen sind sehr auffällig gefärbt und unterscheiden sich damit deutlich von ihren meist viel unauffälligeren Wirten. Eine Ausnahme sind die Düsterbienen. Entsprechend ihrem deutschen Gattungsnamen handelt es sich bei diesen in den meisten Fällen um unauffällig düster-braun gefärbte Kuckucksbienen. Doch es gibt eine Ausnahme von der Ausnahme: Die Gelbfleckige Düsterbiene (Stelis signata) ist nicht langweilig dunkel, sondern auffällig schwarz-gelb gefärbt. Sie ähnelt damit fast zum Verwechseln ihrem Wirt, der Zwergharzbiene (Anthidiellum strigatum). Allein an der fehlenden Bauchbürste und den etwas anders angeordneten schwarzen Flecken auf dem Hinterleib kann man sie von dieser unterscheiden.

Diese Ähnlichkeit ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass der Kuckuck keinerlei Vorteil davon zu haben scheint, wie sein Wirt auszusehen, da es sich bei der Zwergharzbiene um eine Solitärbiene handelt, die vermutlich keine anderen Bienen in ihrem Nest duldet, gehöre sie nun zur selben Art oder nicht.

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Bombus hortorum – Von Kurz- und Langköpfen

Im Gegensatz zu anderen Wildbienen sind die Hummeln jedem bekannt. Die einzelnen Hummelarten untereinander lassen sich aber häufig nicht einfach unterscheiden, da sie sich stark ähneln. Eine Hilfe kann es hier sein, die Hummeln innerhalb eines Farbschemas zusätzlich anhand körperlicher Merkmale einzuteilen. So unterscheidet man beispielsweise Kurz- und Langkopfhummeln.

Kurzkopfhummeln besitzen eine relativ kurze Zunge und besuchen gern flache Blüten, wie die Wiesenhummel, die eine Vorliebe für ungefüllte Rosenblüten hat. Langkopfhummeln wiederum können mit ihrer langen Zunge selbst sehr tiefkelchige Blüten nutzen.

Ein ausgesprochener Langkopf ist die Gartenhummel (Bombus hortorum), eine unserer häufigsten Hummelarten, die auch oft im Siedlungsbereich nistet, von verlassenen Vogel- oder Mäusenestern bis hin zu menschlichen Bauten, wie Ställen, Schuppen und Dachböden. An ihrem stark verlängerten Gesicht ist sie gut von ähnlich gezeichneten Arten, wie den Erdhummeln zu unterscheiden. Ihre überaus lange Zunge ermöglicht ihr den Besuch von Pflanzen, deren Nektar für viele andere Insekten nicht erreichbar ist. So zeigt sie beispielsweise eine besondere Vorliebe für die tiefen Blüten des Fingerhuts.

Gartenhummel-Königinnen beginnen ab April mit dem Nestbau. Die Völker sind mit bis zu 120 Individuen vergleichsweise klein. Die Drohnen erscheinen im Hochsommer und sind dann z.B. an Disteln zu finden.




Nomada succincta – Kuckuck in schwarz-gelb

Warum eigentlich werden Bienen immer schwarz-gelb dargestellt? Die meisten Arten, so wie auch unsere Honigbiene, sind doch eher braun. Und schwarz-gelb sind ja eher die Wespen. Einige Bienen sind aber tatsächlich schwarz-gelb, so u. a. die Wollbienen (Anthidium) und viele Bienen der Gattung Nomada. Passenderweise tragen diese den deutschen Namen „Wespenbienen“.

Bei den Wespenbienen handelt es sich um Kuckucksbienen, also parasitische Arten, die ihre Eier in fremde Nester schmuggeln. Nomadas parasitieren bodennistende Bienenarten, und hier vor allem Sandbienen (Gattung Andrena). Und weil diese unsere artenreichste Bienengattung sind, gibt es bei uns auch sehr viele Wespenbienen-Arten (39 in Deutschland).

Im Frühling, der Hauptflugzeit ihrer Wirte, kann man die überwinterten Weibchen vielerorts beobachten, wie sie über offenen Bodenstellen kreisen, und nach Sandbienennestern suchen. Durch ihre bunte Zeichnung – zum Schwarz-Gelb kommt oftmals noch leuchtendes Rot hinzu – sind sie sehr auffällig und scheinen manchmal die häufigsten Wildbienen überhaupt zu sein. Eine der häufigsten unter ihnen ist wiederum die Gegürtete Wespenbiene (Nomada succincta), der Kuckuck mehrerer Sandbienenarten.

Findet das Wespenbienenweibchen ein halbfertiges Nest, so lauert es in der Nähe darauf, dass die Besitzerin das Nest verlässt, dringt dann bis zu den bereits fertiggestellten Brutzellen vor und platziert sein eigenes Ei so in der Brutzellenwand, dass es mit der Spitze in die Zelle hineinragt. Die Larve entwickelt sich dann in der Zelle, wo sie sich vom Pollenvorrat der Wirtslarve ernährt.




Lasioglossum calceatum – Vom Ich zum Wir

In der Welt der Bienen gibt es die verschiedensten „Gesellschaftsformen“; von solitär lebenden Arten, bei denen die Weibchen sich allein um ihren Nachwuchs kümmern, bis zu hochsozialen Staaten mit einer ausgefeilten Arbeitsteilung, wie bei den Honigbienen. Dazwischen kommen aber auch eine Reihe von Übergangsformen im Zusammenleben vor, an denen man erahnen kann, wie die Entwicklung vom selbständigen Individuum hin zu einem arbeitsteilig organisierten Staatswesen verlaufen sein könnte. Eine solche Art ist die Gewöhnliche Schmalbiene (Lasioglossum calceatum).

In nördlichen Gebieten mit kurzen Sommern lebt sie zum Teil solitär, in wärmeren Gegenden dagegen hat sie eine sogenannte „eusoziale“ Lebensweise mit einer Arbeiterinnengeneration und einer zweiten Brut von Geschlechtstieren. Das Nest wird im Frühjahr meist von einem einzelnen Weibchen gegründet, es kommt aber auch vor, dass mehrere junge Weibchen, die gemeinsam überwintert haben, sich im nächsten Frühjahr untereinander eine Königin wählen, mit der sie gemeinsam ein neues Nest gründen.

Das Nest wird im Boden angelegt, mit einem vertikalen Gang, von dem eine Brutkammer mit einer Anhäufung von Brutzellen abzweigt. Die erste Brut besteht aus maximal 12 Eiern, aus denen sich vorwiegend Weibchen entwickeln. Durch die Anwesenheit der Königin bleiben deren Ovarien unterentwickelt – sie dienen dem Nest als Arbeiterinnen. Bei einem Verlust der Königin, wird die älteste Arbeiterin zur neuen Königin. Ungewöhnlich für eine Wildbiene ist, dass manche Königinnen zwei Jahre alt werden können, denn selbst die Königinnen der sozial höher entwickelten Hummeln leben nur ein Jahr.

Das Dutzend Arbeiterinnen der ersten Brut baut etwa 50 Brutzellen, die von der Königin bestiftet werden und aus denen später fruchtbare Weibchen und Männchen schlüpfen. Die begatteten Weibchen überwintern später im Geburtsnest.

Die Weibchen der Gewöhnlichen Schmalbiene sind wenig auffällig und von ähnlichen Arten kaum zu unterscheiden. Die Art gehört jedoch zu einer kleinen Gruppe von Schmalbienen, bei denen das Abdomen der Männchen mehr oder weniger rot gezeichnet ist. Das selbst die  Männchen der Gewöhnlichen Schmalbiene gesellig sind zeigt nachfolgendes Foto, das Thomas Polster gelungen ist, und dass eine Schlafgemeinschaft eines reichlichen Dutzends calceatum-Männchen auf einem abgeblühten Spitzwegerich zeigt.

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Anthophora bimaculata – Bienenbestimmung nach Gehör

Es ist nicht immer leicht, die über 500 Wildbienen-Arten Deutschlands voneinander zu unterscheiden, da sie untereinander oft sehr ähnlich sind und zudem beim Blütenbesuch meist auch sehr flink und scheu, so dass man selten Gelegenheit hat, eine Biene längere Zeit eingehend zu betrachten.

Es gibt aber Bienenarten, die nicht nur äußerlich unverwechselbar, sondern zudem sogar noch an ihrem typischen Fluggeräusch erkennbar sind. Eine davon ist die Dünen-Pelzbiene (Anthophora bimaculata) mit ihren auffallend türkis-grünen Augen. Wie alle Pelzbienen ist sie eine richtige Flugakrobatin. Sie fliegt äußerst flink, mit plötzlichen Stopps und abrupten Richtungsänderungen und kann beim Fliegen sogar kurzzeitig in der Luft stehen. Dabei erzeugt sie einen sehr hohen und lauten Summton, an dem man sie oft bereits erkennen kann, lange bevor man die Biene selbst zu Gesicht bekommt.

Die Dünen-Pelzbiene trägt ihren deutschen Namen aufgrund ihrer bevorzugten Lebensräume: Sandgebiete mit offenen Bodenstellen, Küstenbereiche und Binnendünen (wie sie z. B. auf dem Dresdner Heller zum finden sind). Dort legt sie ihre Nester im sandigem Boden an.

Die Männchen beißen sich zum Schlafen gern mit Ihren Mundwerkzeugen an Blättern und Halmen fest, wo sie kopfüber hängend, und zum Teil in Gruppen, die Nacht verbringen.

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Cerceris rybyensis – Der Bienenjäger

In diesem Monat soll es hier einmal nicht um eine Biene gehen, sondern um einen „Bienenfeind“. Die Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis) gehört zu den solitär lebenden Wespenarten. Sie lebt nicht in sozialen Verbänden, wie die gewöhnlichen Wespen, sondern jedes Weibchen baut eigene unterirdische Nester, die es mit Proviant für seinen Nachwuchs ausstattet. Damit ähnelt sie in ihrer Lebensweise den solitären Wildbienen, nur dass ihre Larvennahrung nicht aus einem Pollen-Nektar-Gemisch besteht, sondern aus gelähmten Insekten – in ihrem Fall aus Wildbienen der Gattungen Andrena (Sandbienen), Halictus (Furchenbienen), Lasioglossum (Schmalbienen) und Panurgus (Zottelbienen).

Die Ähnlichkeit in der Lebensweise von solitären Bienen und Wespen ist hierbei kein Zufall, denn tatsächlich haben sich die Bienen vor etwa 130 Millionen Jahren aus den Wespen entwickelt, als sie sich von einer räuberischen auf eine rein vegetarische Lebensweise umstellten und begannen, ihre Brut statt mit Insekten oder Spinnen, mit proteinreichem Blütenpollen zu ernähren. Das Foto zeigt eine Bienenjagenden Knotenwespe mit ihrer soeben gefangenen Beute, einer weiblichen Schmalbiene.

An geeigneten Standorten, z. B. in der Nähe von Wildbienennestern, finden sich oft Kolonien von Nestern mehrerer Knotenwespen-Weibchen. Die Nester selbst sind an einem kleinen Hügel von Auswurf um das Eingangsloch herum zu erkennen. Die zierlichen Männchen der Bienenjagenden Knotenwespe findet man gelegentlich in noch unbesetzten Wildbienen-Hotels, wo sie übernachten und verregnete Tage verbringen. In diesem Fall ist der Begriff „Insektenhotel“ also tatsächlich einmal gerechtfertigt.




Anthidiellum strigatum – Die kleine Baumeisterin

Unsere Biene des Monats Juli, die Zwergharzbiene (Anthidiellum strigatum), könnte man aufgrund ihrer Körperform und ihrer gelb-schwarzen Zeichnung leicht mit einer Wollbiene verwechseln, und tatsächlich wird sie von manchen Bienenexperten den Wollbienen zugeordnet und heißt dann Anthidium strigatum.

Abgesehen von ihrem Aussehen, hat sie jedoch wenig mit den Wollbienen gemeinsam. Denn während diese ihre Brutnester aus weicher Pflanzenwolle bauen, die sie in verschiedene Ritzen oder Spalten stopfen, hat die Zwergharzbiene eine vollkommen andere, einzigartige Nistweise. Sie ist eine von ganz wenigen Wildbienen, die nicht in Hohlräumen oder in der Erde nisten, sondern ihre Nester frei an Steine oder Pflanzen bauen. Für den Bau verwendet sie Baumharz, das sie zur besseren Tarnung des Nestes mit kleinen Rindenstückchen durchsetzt.

Das Nest selbst besteht aus mehreren einzelnen Brutzellen in Form kurzer Zylinder, die in einem dünnen, nach unten offenen Röhrchen auslaufen. Diese dünne Öffnung dient der Belüftung der ansonsten luftdichten Brutzelle.

Die Zwergharzbiene ist nicht selten und kommt auch häufig in Parks und Gärten vor. Trotzdem werden ihre Nester leicht übersehen, was für ihre gute Tarnung spricht. Dem Bienenfreund Andreas Schneider ist es jedoch gelungen, ein solches Harzbienennest zu fotografieren. Das Bienenweibchen hat als Nistplatz eine winzige geschützte Nische in einem Sockelstein gewählt.

In Bezug auf ihre Nahrungspflanzen zählt die Zwergharzbiene zu den unspezialisierten Bienenarten. Sie hat jedoch eine besondere Vorliebe für Schmetterlingsblütler und hier besonders für Hornklee (Lotus corniculatus).

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Halictus scabiosae – Die schöne Opportunistin

Die Klimaerwärmung beeinflusst viele Bereiche, so auch die Welt der Wildbienen. Während wärmeliebende Arten jedes Jahr weiter in Hochgebirge sowie nach Norden vordringen, weichen Arten, die an kühlere Temperaturen angepasst sind, noch weiter nördlich aus, oder werden von den Neuankömmlingen verdrängt. Eine dieser wärmeliebenden Neuankömmlinge ist die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae). War diese noch vor zehn Jahren ein seltener Gast in Sachsen, gehört sie heute bereits zu den am häufigsten gemeldeten Arten. Das liegt zum einen an ihrer Größe und auffälligen Färbung, wodurch sie leicht von anderen Arten ihrer Gattung unterschieden werden kann. Ein weiterer Grund für ihre Häufigkeit liegt in ihrem Sozialverhalten.

Halictus scabiosae gehört zu den Bienenarten mit einer sogenannten primitiv eusozialen Lebensweise, bei der mehrere begattete Weibchen gemeinsam in ihrem Geburtsnest überwintern, um dann im nächsten Frühjahr ebenfalls gemeinsam ein neues Nest zu gründen. Das größte Weibchen wird dabei zur Königin gewählt. Seine Aufgaben sind das Eierlegen und das Bewachen des Nesteinganges. Die Schwestern übernehmen den Nestbau und die Nahrungsbeschaffung. Später werden sie von der Königin vertrieben und gründen daraufhin eigene Nester, die sie entweder selbst im Erdboden anlegen oder sogar durch Okkupation von anderen Bienenarten „übernehmen“.

Die Gelbbindige Furchenbiene nutzt zum Pollensammeln Korbblütler, Windengewächse und Kardengewächse. Dabei zeigt sie eine besondere Vorliebe für lilafarbene Blüten, insbesondere für Disteln, an denen man auch die Männchen im Spätsommer oft in Gruppen beobachten kann.

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