Browsed by
Kategorie: Wildbiene des Monats

Sphecodes albilabris – Natur im Gleichgewicht

Sphecodes albilabris – Natur im Gleichgewicht

Nachdem unser Wildbienenjahr 2016 mit der Frühlings-Seidenbiene begonnen hat, schließt es nun mit deren Kuckucksbiene, der Großen Blutbiene (Sphecodes albilabris). Mit ihrem leuchtend blutroten Hinterleib ist diese eine der auffälligsten Bienenarten unserer Breiten. Wie alle Kuckucksbienen legt sie ihre Eier in die Nester ihres arttypischen Wirtes und spart sich so den Aufwand des Nestbaus und der Nahrungsbeschaffung für den Nachwuchs. Die in den Wirtsnestern befindliche Brut wird von ihr beseitigt. In Gesprächen über Wildbienen kommt oft die Frage auf, warum…

Weiterlesen Weiterlesen

Hylaeus signatus – Bienen pflanzen

Hylaeus signatus – Bienen pflanzen

Unsere Biene des Monats “September” ist sogar noch etwas kleiner als die vorhergehende, und wird daher leicht übersehen. Die nur 6–8 mm große Reseden-Maskenbiene (Hylaeus signatus) entspricht mit ihrem für die Gattung der Maskenbienen typischen schwarzen, fast kahlen Körper ganz und gar nicht unserer Vorstellung von einer Biene. Auch fehlen ihr äußerlich die für Bienen charakteristischen Vorrichtungen zum Transport des Pollens. Nichtsdestotrotz ist sie ein typischer Vertreter dieser faszinierenden Insektengruppe. Hylaeus signatus ist ein gutes Beispiel dafür, wie gezielter Artenschutz…

Weiterlesen Weiterlesen

Halictus subauratus – die Königliche

Halictus subauratus – die Königliche

Eine unserer schönsten und gleichzeitig auch eine unserer häufigsten Wildbienenarten ist die 7 bis 8 mm kleine Goldglänzende Furchenbiene (Halictus subauratus). Besonders hübsch zeigt sich das Weibchen, mit seiner goldschimmernden Körperfarbe, den cremefarbenen Hinterleibsbinden und den bläulich-grünen Augen. Das eher grüngoldene Männchen wirkt dagegen fast ein bisschen blass und ist schwer von ähnlichen Arten zu unterscheiden. Halictus subauratus zählt nicht, wie die meisten Wildbienen, zu den solitär nistenden Arten, sondern hat eine sogenannte primitiv-eusoziale Nist- und Lebensweise, bei der 4–5…

Weiterlesen Weiterlesen

Xylocopa violacea – gemeinsam durchs Jahr

Xylocopa violacea – gemeinsam durchs Jahr

Mit einer Körperlänge von bis zu 25 mm ist die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) bedeutend größer als andere Wildbienenarten, von denen die kleinsten gerade einmal 4 mm erreichen. Sowohl durch ihre Größe als auch durch die blauschimmernde Körperfarbe wirkt sie wie ein Insekt der Tropen und tatsächlich gehört die Große Holzbiene, wie sie auch genannt wird, zu den wärmeliebenden Arten Südeuropas, die sich im Zuge der Klimaerwärmung in den letzten Jahren immer weiter nach Norden ausbreiten. Auch im warmen Elbtal…

Weiterlesen Weiterlesen

Osmia aurulenta – der Nachmieter

Osmia aurulenta – der Nachmieter

Anders als unsere letzte Biene des Monats ist die Rote Schneckenhaus-Mauerbiene (Osmia aurulenta) bei der Wahl Ihrer Pollenquellen wenig wählerisch. Umso mehr ist sie es aber bei ihrer Nisthöhle. Wie alle Mauerbienen nistet sie in oberirdischen Hohlräumen, und wie immerhin noch 6 andere mitteleuropäische Osmia-Arten nutzt sie hierfür ausschließlich leere Schneckenhäuser. Osmia aurulenta wohnt gern herrschaftlich und besiedelt daher am liebsten Schneckenhäuser mittelgroßer und großer Schneckenarten, vor allem die der Weinbergschnecke. Die Brutzellenwände und den Nestverschluss baut sie aus zerkauten…

Weiterlesen Weiterlesen

Eucera nigrescens – das letzte Langhorn

Eucera nigrescens – das letzte Langhorn

Mit seinen überlangen Fühlern ähnelt das Männchen der Frühen Langhornbiene (Eucera nigrescens) einem Fabeltier – und ist vielleicht bald schon ebenso selten. Laut der Roten Liste der Wildbienen Sachsens wird Eucera nigrescens als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Die Weibchen dieser schönen Bienenspezies, sowie ihrer Schwesterart, der „Juni-Langhornbiene“ (Eucera longicornis) sammeln den Pollen für die Versorgung ihres Nachwuchses ausschließlich auf Schmetterlingsblütlern, wie Wicken, Platterbsen und Luzerne. Wo diese Pflanzen fehlen, können sich die Frühe und die Mai-Langhornbiene nicht mehr fortpflanzen und…

Weiterlesen Weiterlesen

Osmia bicornis – der Tausendsassa

Osmia bicornis – der Tausendsassa

Die Honigbiene ist unser wichtigster Bestäuber? Nicht unbedingt. Die Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis, Syn. Osmia rufa) bestäubt z. B. Obstbäume sogar effektiver als die Honigbiene, weshalb sie mittlerweile sogar im gewerblichen Obstanbau als Bestäuber eingesetzt wird. Wichtig ist hierfür nur eine ausreichende große Population der solitär leben Bienen. Sowohl im Hinblick auf ihre bevorzugte Nahrung, als auch auf ihren Nistort ist Osmia bicornis ein ausgesprochener Generalist und daher in ihrer Hauptflugzeit im Frühling noch entsprechend häufig zu finden. Anders als…

Weiterlesen Weiterlesen

Colletes cunicularius – Ende des Winterschlafes

Colletes cunicularius – Ende des Winterschlafes

Unsere erste diesjährige Biene des Monats ist ein guten Beispiel dafür, dass sich Wildbienenschutz zwar oft nicht verallgemeinern läßt, Schutzmaßnahmen für eine bestimmte Bienenspezies aber häufig auch anderen Insektenarten zugute kommen. Obwohl die Frühlings-Seidenbiene (Colletes cunicularius) nicht zu den häufigen Bienenarten zählt, finden wir sie z. B. im Dresdner Norden relativ oft, denn sie besiedelt vegetationsfreien Sandboden und benötigt daher offene Sandflächen, Binnendünen und ähnliche Strukturen, wie sie z. B. auf den Hellerbergen und in der Dresdner Heide heute noch…

Weiterlesen Weiterlesen

Lasioglossum xanthopus – die Herbstbiene

Lasioglossum xanthopus – die Herbstbiene

Das Bienenjahr neigt sich dem Ende entgegen und auf den wenigen jetzt noch blühenden Pflanzen sind kaum mehr Bienen zu finden. Ausnahme bilden hier die Furchenbienen der Gattungen Lasioglossum und Halictus. Denn während die meisten Bienen als noch halbfertige Ruhelarven in ihren Brutzellen überwintern, schlüpfen Männchen und Weibchen der Furchenbienen bereits im Sommer. Nach der Paarung, spätestens im Herbst, sterben die Männchen; die begatteten jungen Weibchen aber überwintern unterirdisch, um dann im kommenden Frühjahr in der Erde ein Nest für…

Weiterlesen Weiterlesen

Colletes daviesanus – auf Seide gebettet

Colletes daviesanus – auf Seide gebettet

Überall dort, wo Böschungen und Wegränder selten gemäht werden, blüht jetzt im August der Rainfarn (Tanacetum vulgare) und gibt dem Spätsommer seine Farbe. Auf den goldgelben Blüten des Rainfarns findet man noch recht häufig die Gemeine Seidenbiene, Colletes daviesanus, die für den Rainfarn eine besondere Vorliebe hat. Man kennt sie daher auch unter dem Namen “Rainfarn-Seidenbiene”. Seidenbienen tragen ihren Gattungsnamen aufgrund des seidenartigen Materials, mit dem sie ihre Brutzellen auskleiden. Anders als andere Seidenbienen gräbt Colletes daviesanus ihre Brutnester nicht…

Weiterlesen Weiterlesen

image_pdfimage_print