Bienen mögen es bunt – Projekt UN Dekade Biologische Vielfalt

Im Rahmen der Krokuspflanzaktion am 5.10.19 auf dem Neuen Annenfriedhof bekam die AG „Biene sucht Blüte“ des Imkervereins die Auszeichnung als offizielles Projekt der UN Dekade Biologische Vielfalt überreicht. Frau Dr. Kristin Kaufmann (Bürgermeisterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen) überreichte und würdigte die Auszeichnung des Projektes.

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt erklärt und ehrt Projekte, die sich für die Erhaltung, Nutzung oder Vermittlung der Biologischen Vielfalt einsetzt. Die Projektbeschreibung „Bienen mögen es bunt“ kann nun Link nachgelesen werden!

Für bunte Frühlingswiesen sorgten danach die vielen fleißigen Helfer der Krokuspflanzaktion – und das obwohl das Wetter alles andere als ideal war. Die Stiftung Soziales und Umwelt der Stadtsparkasse Dresden unterstützte die Aktion finanziell.

 




Nistort der Wildbienen erhalten

In Radebeul soll eine eine Natursteinmauer durch eine Betonmauer ersetzt werden. Diese Mauer dient jedoch unglaublich vielen Wildbienen als Nistort!

Jetzt mithelfen und Petition unterzeichnen: Link




Hummelkönniginnenfrühstück mit Krokuspflanzaktion

Trotz Regen war das Hummelköniginnenfrühstück am Samstag dem 5. Oktober ein voller Erfolg. Aber seht seht selbst:

 

 

 




Handbuch für die erfolgreiche Imkerei

Nun ist es da, das Buch! Die Autoren dürften unseren Mitgliedern wohl bekannt sein: Marion Loeper, Tino Lorz und René Schieback haben dieses wunderbare Werk geschaffen.

Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, einzigartiges Wissen über die Bienen zu bewahren und für weitere Generationen niederzuschreiben.

Das Buch ist erhältlich beim Deutschen Bienenverlag. Ein weiteres Projekt der Autoren um Wissen, Erfahrungen und Einblicke in die Imkerei für alle zur Verfügung zu stellen.

Vielen Dank an die Autoren für die Zeit, Liebe und das Engagement was ihr in dieses Werk gesteckt habt!

Das Buch ist hier erhältlich: Deutscher Bienenverlag 

 

Dieses Buch ist ein Leitfaden…

…für jede Imkerin und jeden Imker, erfolgreich Bienen unter den heutigen Bedingungen und Erfordernissen zu halten. Praktisches Wissen und die Erfahrungen verschiedener Generationen, von Charles Dadant über Bruder Adam bis zu Hans Beer, sind in diesem Buch zusammengeführt und aufbereitet und stehen so für den  Imkeralltag zur Verfügung.

Nachdem Lorenzo L. Langstroth im Jahre 1851 den Beespace von 6-10 mm entdeckte und 1852 das  bewegliche Rähmchen zum Patent anmeldete, waren die Grundlagen für die heutige moderne Bienenhaltung im Magazin gelegt. Charles Dadant setzte  diese Entwicklungen in die Praxis um und entwickelte daraufhin die in diesem Buch beschriebene Magazinimkerei. Als Bruder Adam nach einer geeigneten Beute zur vollen Ausschöpfung der Leistung seiner Bienenköniginnen in einem Brutraum suchte, griff er auf  die quadratische Dadant-Beute mit 12 Waben zurück. Hans Beer studierte und übernahm die Betriebsweise von Adam. Er komplettierte und ergänzte sie um das Wärmebett auf dem Gitterboden, das Trennschied und die Betriebsweise im Angepassten Brutraum. Im Ergebnis bildet diese Entwicklung das heute gültige Handwerkszeug für eine zeitgemäße, bienengerechte und wirtschaftliche Bienenhaltung. Ein großer Teil der Berufs- und Nebenerwerbsimker im deutschsprachigen Raum arbeitet inzwischen nach diesem System. Aber auch unter den Freizeitimkern etabliert sich diese Art der unkomplizierten und modernen Bienenhaltung zunehmend.




Wir sagen Danke!

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die uns in diesem Jahr bei der Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut unterstützt haben! Ganz besonderer Dank gilt dem Tierheim Dresden, der Dresdner Feuerwehr, dem THW sowie allen ehrenamtlichen Helfern, die in ihrer Freizeit bei der Sanierung geholfen haben.

Vielen Dank!

Hier findet ihr den aktuellen Artikel aus der DNN zur Faulbrutsanierung in Dresden:

Dresdner Neuste Nachrichten

 




Bienen im Stahlbeton

Manchmal wird unsere Schwarmrettung noch zu ganz anderen Einsätzen gerufen. Diesmal, ganz hoch über Dresden auf einer Baustelle, befanden sich Bienen im Stahlbeton. Dank der Bauarbeiter konnte der Beton aufgebrochen werden.

 

 




Winterfutter für Bienen

So hat Imkerfreund Josef seinen Winter erlebt und er hat auch eine Erklärung:

Ich habe 2 von 6 Völkern überwintert, der Rest ist verhungert , da mein Winterfutter auskristalisiert ist.
Ich habe Zucker von Netto verwendet, der warscheinlich diesmal mehr Stärke als Trennmittel enthält als die anderen Jahren (Stärke fördert die Kristalisation bei Zuckerlösung).
Da habe ich mich mit den Thema Winterfutter beschäftigt und einen guten PDF Artikel aus Bayern gefunden , den könnte man doch auf die Vereinsseite stellen.
Die Hinweise zur Fütterung könnt ihr hier downloaden. Danke an Imkerfreund Josef!
Fütterung_Bienenvölker



Offener Brief zum Thema Insektensterben

Auf dem INSEKTEN SACHSEN-Workshop am 4. November 2017 in Dresden haben die Teilnehmer intensiv über den Rückgang der Insekten in Sachsen diskutiert und beschlossen, sich mit einem offenen Brief an die sächsische Öffentlichkeit zu wenden, um zu zeigen, dass unser traditionelles Bemühen um die biologische Vielfalt nicht ausreicht, diese nachhaltig zu bewahren.

In dem offenen Brief, der neben den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat Sachsen auch ganz direkt an Herrn Staatsminister Schmidt adressiert ist, werden einige der bekannten Ursachen für das Insektensterben und Handlungsoptionen, die unterschiedliche Akteure in unserer Gesellschaft umsetzen können, aufgezeigt.

Der Brief kann hier heruntergeladen und gelesen werden.




Natursteinplatten gesucht

Liebe Imkerfreunde,
der Dresdner Imkerverein plant gemeinsam mit dem Umweltamt die Aufstellung mehrerer Nisthilfen für die Flockenblumen-Blattschneiderbiene (kurz “Flocki”), einer sehr seltenen Biene, die 2016 auf einer Baubrache in Dresden wiederentdeckt wurde, nachdem sie jahrzehntelang in Sachsen als ausgestorben galt. Da das Grundstück nun bebaut werden soll, wollen wir auf einem Grünstreifen in unmittelbarer Nähe des Fundortes als Ersatz-Nistplätze mehrere Gabionen aufstellen, die schichtweise mit magerem Lehm und flachen Steinen gefüllt werden. Zu diesem Zweck suchen wir dringend Plänersteine oder andere flache Natursteine, Kalksteinplatten o. ä.

Schaut doch bitte mal in Euren Baustofflagern nach, ob sich da nicht etwas Schönes finden lässt und meldet Euch gegebenenfalls bei: mandy.fritzsche(at)imkerverein-dresden.de

Flocki sagt Danke!

 




Robinien sind nicht die Rettung

Mit seiner duftigen Note und angenehmen Konsistenz ist Robinienhonig sehr beliebt. Zudem schließt die Blütezeit der Robinie die Trachtlücke bis zur Linde. Deshalb stößt das rigorose Entfernen von Robinien durch Grünflächen- und Forstämter immer wieder auf Unverständnis bei Imkern.

Um zu verstehen, warum so gehandelt wird, muss man verschiedene Dinge über die Robinie wissen. Zum einen handelt es sich bei diesem aus Nordamerika stammenden Baum um eine ausgesprochene Pionierpflanze, die bereits nach 6 Jahren zum ersten Mal Samen ausbildet, welche zudem sehr langlebig sind. Am besten keimt sie auf kargen, vegetationsfreien und sonnenbestrahlten Bodenstellen, wie z. B. auf Sandtrockenrasen. Nun stellen gerade warme Trockenrasen eine der wertvollsten Habitate für eine große Anzahl ebenfalls wärmeliebender Tier- und Pflanzenarten dar. Ein Bewuchs mit Robinie auf solchen immer seltener werdenden Flächen ist daher aus Naturschutzgründen unbedingt zu vermeiden, zumal die Robinie als Hülsenfrüchtler in der Lage ist, Stickstoff im Boden zu binden, wodurch diese Flächen nicht nur beschattet, sondern zusätzlich noch mit Nährstoffen angereichert werden. Dies ist der Grund, warum Robinien auf den wenigen noch vorhandenen Sandtrockenrasen bekämpft werden, z. B. im  Fauna-Flora-Habitat Dresdener Heller als einer wertvollen Binnendüne mit einer Vielzahl an dort heimischen, seltenen Tieren und Pflanzen.

Desweiteren zählt die Robinie zu den invasiven Pflanzenarten, die in kürzester Zeit heimische Pflanzen verdrängen. Einmal angesiedelt, ist sie zudem kaum noch beherrschbar, denn auf Rodung reagiert sie mit einem umso stärkeren Wurzelaustrieb, ähnlich dem Köpfen der Hydra. Bereits bestehenden Robinienbeständen ist daher kaum noch Herr zu werden, es sei denn mit intensivem mechanischem Arbeitsaufwand oder dem nicht wünschenswerten Einsatz von Herbiziden.

Daher sollten wir als Imker erkennen, dass die Robinie zwar eine wertvolle Trachtpflanze für Honigbienen darstellt, darüber hinaus aber mehr Probleme als Nutzen bringt. Auch lenkt uns der Robinienstreit vom wahren Problem für Biene und Imker ab: der immer stärkeren Verarmung der Agrarlandschaft mit ihrem fehlenden Blütenangebot in Verbindung mit dem massivem Einsatz hochwirksamer Pestizide. Nicht umsonst gehen die Imkerzahlen in ländlichen Gebieten immer mehr zurück, denn die Bienen finden dort – mit Ausnahme von giftigem Raps – kaum noch Nahrung. Kaum jemand weiß noch, dass in früheren Zeiten Feldblumen, wie die Kornblume die Hauptsommertracht darstellten und in ihrem Wert die Lindentracht sogar noch übertrafen, weil sie zuverlässiger und langandauernder blühten.

Die Rettung der Imkerei besteht daher nicht im Pflanzen von Robinien, sondern in einer Abkehr von der intensiven Landwirtschaft und einer Förderung des ökologischen Landbaus mit kleinteiligen Landschaftselementen und einer weitgehend giftfreien Bewirtschaftung. Als Verbraucher können wir das schon allein durch die Entscheidung für biologisch angebaute Lebensmittel tun, denn auf Biobetrieben ist die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten nachweislich signifikant höher, als auf konventionell bewirtschafteten Flächen. Vereinfacht ausgedrückt: Mit jedem Biss ins Bio-Brötchen erblüht irgendwo eine Kornblume.

Und wenn wir die Landwirtschaft endlich reformiert haben, benötigen wir auch keine problematischen und invasiven Pflanzenarten mehr.