Buckfast Bienen auf dem Kulturpalast

Der Standort Kulturpalast hat einen neuen Imker. Rico Heinzig vom Dresdner-Stadthonig wird ab jetzt die Bienen dort betreuen. Schaut mal in der Städtischen Bibliothek vorbei und seht den Buckfast-Bienen beim summen zu.

 




Wir sagen Danke!

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die uns in diesem Jahr bei der Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut unterstützt haben! Ganz besonderer Dank gilt dem Tierheim Dresden, der Dresdner Feuerwehr, dem THW sowie allen ehrenamtlichen Helfern, die in ihrer Freizeit bei der Sanierung geholfen haben.

Vielen Dank!

Hier findet ihr den aktuellen Artikel aus der DNN zur Faulbrutsanierung in Dresden:

Dresdner Neuste Nachrichten

 




Nisthilfe für Wildbiene “Flocki” fertig zum Einzug

Am Dresdner Weißeritz-Grünzug wurde heute mit Anbringung der Infotafel als zweite Station des Dresdner Bienenlehrpfades offiziell die neue Nisthilfe für die Flockenblumen-Blattschneiderbiene (Megachile apicalis), kurz „Flocki“, fertiggestellt. Diese seltene Biene galt seit Jahrzehnten in Sachsen als ausgestorben, bevor sie 2016 mit einem stabilen Bestand auf einer Baubrache am Weißeritz-Grünzug wiederentdeckt wurde. Die aus drei mit sandigem Lehm und flachen Steinen gefüllten Gabionen bestehende Nisthilfe soll ihr trotz anstehender Bebauung ein neues Zuhause bieten.

Wie ihr Name schon andeutet, bevorzugt die Flockenblumen-Blattschneiderbiene – ebenso wie noch ca. 40 andere in Deutschland vorkommende Wildbienenarten – Flockenblumen (Centaurea) als Pollenquelle für die Ernährung ihrer Brut. Der reiche Bestand an Flockenblumen am Weißeritz-Grünzug bietet der Biene damit beste Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Fortpflanzung.

Der Dresdner Imkerverein dankt allen Beteiligten für die schöne Zusammenarbeit, allen voran Harald Wolf vom Dresdner Umweltamt für die Koordination und den Auszubildenen des Regiebetriebes Technische Dienstleistungen für die Planung und Aufstellung der Nisthilfe. Unser besonderer Dank gilt außerdem der Hoy Geokunststoffe GmbH, der Humuswirtschaft Kaditz GmbH, und den Imkerfreunden Kathleen Strey und Gerd Kleber, durch deren großzügige Materialspenden der Bau der Nisthilfe realisiert werden konnte.

Sobald die derzeitige Trockenheit etwas nachlässt, ist für die Innenfläche der Nisthilfe noch zusätzlich die Pflanzung von Scabiosen-Flockenblumen geplant, die uns die Mitarbeiter des Projektes “Urbanität und Vielfalt” des Dresdner Umweltzentrums spontan zur Verfügung gestellt haben. Auch hierfür unseren herzlichen Dank!




Neues zum Belegstellengesetz

Der aktuelle Gesetzentwurf hilft der dunklen Biene nicht.

Den aktuellen Artikel gibts hier zum Nachlesen:

 

 




Schwarmalarm

In den kommenden Wochen werden wieder viele Honigbienen-Königinnen mit einem Teil ihres Volkes den angestammten Bienenstock verlassen, um ein neues Nest zu gründen – sie schwärmen. Das Regime im alten Stock übernimmt eine junge Königin. Die Schwärme hängen sich gern als Schwarmtraube an Äste und Mauervorsprünge, um in Ruhe nach einem geeigneten Hohlraum suchen zu können. Zu diesem Zweck werden Kundschafter, so genannte “Scoutbienen”, ausgeschickt, um ein neues Domizil für das Volk zu finden. Die Bienen tragen zwar Proviant für mindestens 3 Tage bei sich, werden aber leider häufig von Frühsommergewittern und Regengüssen überrascht, und insgesamt verläuft die Wohnungssuche in Ermangelung von geeigneten hohlen Bäumen allzu oft erfolglos. Solche Bienenschwärme sind dem Untergang geweiht und brauchen unsere Hilfe.

Falls ihr also durch Zufall auf einen Bienenschwarm stoßt, meldet ihn bitte einem Imker, oder der Schwarmbeauftragten des Imkervereins.

Marion Loeper – Schwarmbeauftragte/Stechimmenrettung
E-Mail schwarmrettung@imkerverein-dresden.de
Telefon 0176 83273621
Ihre Ansprechpartnerin für herrenlose Bienenschwärme, Wespen- und Hornissennester.

 

Der Imker wird sich um ihn kümmern und ihm ein neues Zuhause geben. Hat sich der Schwarm an einer für die Anwohner besonders ungünstigen Stelle niedergelassen, hilft auch die Tierrettung der Feuerwehr. Übrigens sind Bienenschwärme in der Regel sehr friedlich, da sie weder Brut noch Vorräte gegen Eindringlinge verteidigen müssen. Die Gefahr von Schwarmbienen gestochen zu werden, ist sehr gering.

Wenn man in der Wartezeit etwas tun will, hilft es, den Schwarm schon mal ein wenig mit Wasser zu besprühen (zum Beispiel mit einem Pflanzensprüher). Der vermeintliche Regenschauer bringt die Bienentraube dazu, sich enger zusammen zu schließen und erleichtert so dem später eintreffenden Imker die Arbeit.

Bitte auch folgende aktuellen Hinweise beachten Bienengesundheit in Dresden.




Update: Die Bienen auf der Centrum Galerie

Schon eine Weile sind die Bienen auf der Centrum Galerie zuhause und werden durch Imkerfreund Rico betreut. Zweimal im Jahr erscheint die Zeitung der Centrum Galerie Dresden und auch diesmal sind die Bienen hier vertreten. Worum es genau geht, könnt ihr hier nachlesen:

Ein großer Dank geht an Imkerfreund Rico, der uns diesen Text zur Verfügung gestellt hat!

Ein Rückblick auf das Bienenjahr 2017

Der Herbst hat begonnen, man sieht immer weniger Bienen, nur noch an Sonnentagen über 12 Grad Celsius. In den letzten Monaten ist es kälter geworden und man sieht auch weniger Bäume und Blumen mit Blüten, die die Bienen mit Nektar und Pollen versorgen. Nachdem die (weiblichen) Arbeiterinnen im Juli angefangen haben, die (männlichen) Drohnen aus dem Stock zu werfen, sterben die Sommerbienen langsam und seit August schlüpfen die Winterbienen. Das Volk wird kleiner, von ca. 50.000 Bienen (in 6 Zargen/Kisten auf der Centrum-Galerie) im Sommer auf ca. 5.000 Bienen (in 2 Zargen/Kisten) im Winter. Im August wurde Honig geerntet und danach wurden die Bienen gegen die Varroamilbe behandelt und auf den Winter vorbereitet. Zum Ende des Jahres geht das Bienenvolk auf dem Dach der Centrum-Galerie so stark in den Winter wie es im Februar/März in das neue Jahr gestartet war. Nachdem bei einigen Dresdner Imker/innen am Anfang des Jahres überdurchschnittlich viele Völker gestorben waren, war es eine gute Nachricht, dass die Centrum-Galerie-Bienen den letzten Winter gut überstanden hatten. Öfter als Honigbienen konnte man in den letzten Monaten noch einige Wildbienen, meist Hummeln, sehen, die sehr viel länger und auch bei schlechterem Wetter Nektar und Pollen sammeln als unsere „Schönwetter-Bienen“. Ich habe dieses Jahr in Dresden am häufigsten Steinhummeln (vorne schwarz und hinten rot) und Gartenhummeln (vorne gelb/schwarz und hinten weiß) gesehen, die durch ihre Größe und an ihrer markanten Farbgebung gut zu erkennen sind. Eine Gartenhummel suchte im Frühling sogar auf dem Dach der Centrum-Galerie nach einer Erdhöhle für ihr Nest.

Den Dresdner Bienen geht es leider aktuell nicht gut

Wie einige wahrscheinlich gehört haben, beschäftigt die Imker in Dresden dieses Jahr eine Bienenkrankheit. Die „Amerikanische Faulbrut“ ist zwar für Bienen ansteckend – für den Menschen jedoch unbedenklich, d.h. der Honig kann genauso wie immer weiter genossen werden! In Dresden gibt es aktuell 9 Sperrbezirke, aus denen Bienen weder ein- noch ausgeführt werden dürfen. Das hat es dieses Jahr auch schwierig gemacht, auf dem Dach der Centrum Galerie für Nachwuchs zu sorgen. Zum Glück gehört die Altstadt mit der Centrum Galerie nicht dazu und ist kein Sperrbezirk!

Das Dresdner Veterinäramt und der Dresdner Imkerverein sind trotz schwieriger Rahmenbedingungen dabei, die Lösung des Problems zu organisieren. Dazu gab es z.B. im Januar eine erste Veranstaltung im Dresdner Rathaus, bei der ca. 300 der geschätzten 500 Dresdner Imker anwesend waren. Nach einer Auskunft eines älteren Dresdner Imkers gab es so viele Dresdner Imker auf so engen Raum schon sehr lange nicht mehr. Der Imkerverein Dresden hat aus eigenen Mitteln ein Gesundheitsmobil angeschafft, das den ersten Testlauf schon erfolgreich bestritten hat und im nächsten Jahr systematisch in allen Sperrbezirken zum Einsatz kommen wird.

„Eure Bienen sind ausgeschwärmt“

Im Mai hatten einige Kunden der Centrum-Galerie einen Bienenschwarm hinter einem Ibis-Hotel in der Prager-Straße gesehen und äußerten die Befürchtung, dass die Centrum-Galerie-Bienen ausgeschwärmt sein könnten. Das war zum Glück nicht der Fall, weil sie auch dieses Jahr nicht in Schwarmstimmung kommen wollten; das macht zwar weniger Arbeit, aber hat auch den Nachteil, dass es über eine Ablegerbildung keinen Nachwuchs gab. Auch der gesichtete Bienenschwarm war am Ende leider zu klein, um ein neues Volk daraus wachsen zu lassen.

Nicht nur Bienen brauchen unseren Schutz

Mitte des Jahres hörte man im Radio die Frage, ob die eigene Windschutzscheibe auch weniger Insekten als früher aufweisen würde? – Oft hört man nur vom Bienensterben, doch der Agrar-Report 2017 des Bundesamtes für Naturschutz bestätigt, dass der Gesamtbestand aller Insekten (d.h. auch Schmetterlinge, Ameisen u.a.) in Deutschland in den letzten 30 Jahren deutlich abgenommen hat.

Aber der Artenrückgang betrifft nicht nur Insekten, sondern auch viele Vögel. Im Agrar-Report werden hier z.B. Feldlerche, Goldammer, Kiebitz oder Rebhuhn besonders genannt. Auch wenn die Zahlen eher Vögel in landwirtschaftlichen Regionen betreffen, so freuen sich Vögel in der Stadt auch über viele Sträucher, Hecken und Bäume statt weiten Rasenflächen und den Bienen kommt das auch zu Gute! Zu empfehlen ist z.B. der unkomplizierte schwarze Holunder, dessen Blüten viele Insekten anziehen und dessen Beeren viele Vögel fressen. Auch Efeu ist als idealer Schutz und Nistplatz zu empfehlen.

In Dresden passiert einiges für Bienen und andere Insekten

Die Stadt Dresden fühlt sich dem Artenschutz verpflichtet und setzt mit dem gemeinsamen Projekt der „Bienenstadt Dresden“ diesen Anspruch um. Nach der Fertigstellung des Kulturpalastes sind seit Juli z.B. Bienen an diesen prominenten Ort in der Altstadt zurück gekehrt und auf der Ostseite des Balkons so platziert, dass die Kinder diese aus der Kinderbibliothek heraus betrachten können. Die TU Dresden hat das Projekt „Nachhaltiger Campus“ ins Leben gerufen, das sich z.B. auch um die Grünflächen der Uni und damit um Bienen- und Insektenfreundliche Pflanzen kümmert. In Folge eines Besuches einer Bienenfreundin der Technischen Universität nimmt sich die Uni ein Beispiel an den Centrum-Galerie-Bienen und plant für das nächste Jahr, Bienen auf einem Uni- Gebäude ein neues Zuhause zu geben.

Aber auch die AG Biene sucht Blüte fördert weiterhin mit ihren Pflanzaktionen oder Sensenworkshops einen Insektenfreundlichen Lebensraum. Wer selbst etwas tun will, findet wie gewohnt Tipps, z.B. auch für Dresdner Gärtner, auf: www.bienesuchtbluete.de

Bienen sind manchmal auch für ein Überraschung gut

Wie im April diesen Jahres in verschiedenen Zeitungen zu lesen war, hat eine spanische Biologin – die gleichzeitig Imkerin ist – zufällig etwas sehr innovatives herausgefunden. Wachsmotten, die Bienen bzw. Imkern auch manchmal zu schaffen machen, sorgen in freier Natur dafür, dass nicht gebrauchte Waben schnellstmöglich dem natürlichen Kreislauf zugeführt werden. Diese können nun für den Menschen nützlich sein, da man herausgefunden hat, dass sie Plastik fressen! Es betrifft nur eine bestimmte Art von Plastik, aber immerhin scheint die Wachsmotte damit ein Teil einer Lösung für dieses menschengemachte Umweltproblem zu werden. Somit geben uns die Bienen einen wichtigen Tipp für ein wichtiges Thema und beweisen einmal mehr ihre Nützlichkeit für uns Menschen.




Natursteinplatten gesucht

Liebe Imkerfreunde,
der Dresdner Imkerverein plant gemeinsam mit dem Umweltamt die Aufstellung mehrerer Nisthilfen für die Flockenblumen-Blattschneiderbiene (kurz “Flocki”), einer sehr seltenen Biene, die 2016 auf einer Baubrache in Dresden wiederentdeckt wurde, nachdem sie jahrzehntelang in Sachsen als ausgestorben galt. Da das Grundstück nun bebaut werden soll, wollen wir auf einem Grünstreifen in unmittelbarer Nähe des Fundortes als Ersatz-Nistplätze mehrere Gabionen aufstellen, die schichtweise mit magerem Lehm und flachen Steinen gefüllt werden. Zu diesem Zweck suchen wir dringend Plänersteine oder andere flache Natursteine, Kalksteinplatten o. ä.

Schaut doch bitte mal in Euren Baustofflagern nach, ob sich da nicht etwas Schönes finden lässt und meldet Euch gegebenenfalls bei: mandy.fritzsche(at)imkerverein-dresden.de

Flocki sagt Danke!

 




Ein neuer Carnica-Zuchtverein hat sich in Dresden gegründet!

Ein weiterer Bienenzucht-Verein hat sich im Osten von Dresden gegründet. Der neue Verein „Carnica – Imker Dresden – Ost e.V“ hat sich der Zucht und Haltung der Bienenrasse „Carnica“ verschrieben. Im Gegensatz zu der Dunklen Biene und der Buckfast ist die Zucht der Carnica in den letzten Jahren ins Hintertreffen geraten. Um so wichtiger ist es, dass es nun einen entsprechenden Zuchtverein zur Pflege und Erhaltung auch dieser Bienenrasse gibt.

Der Imkerverein Dresden e.V wünscht dem Verein bei seiner wichtigen Arbeit viel Erfolg und hofft auf eine gute Zusammenarbeit im Sinne der Imkerei und der Bienen in Dresden.




Der Trachtpflanzentag 2017

Wie die Faust aufs Auge!

Es passte tatsächlich wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge: Am 19.10.2017 veranstalteten das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie des Freistaates Sachsen, die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt und der Imkerverein Dresden e.V. den 4. Sächsischen Trachtpflanzentag. Am selben Tag wurde über die Studie über den Rückgang der Insektenpopulation in 63 deutschen Naturschutzgebieten um rund drei Viertel informiert. Ein für Imker sicher nicht allzu überraschendes Ergebnis. Besser kann es nicht passen!

Das Thema: Trachtpflanzen, Pflanzenschutz, Wild- und Honigbienen – eine Wechselbeziehung. Probleme von Wild- und Honigbienen, sofern sie nicht identisch waren, wurden in einem ausgewogenen Verhältnis behandelt.

Stadtrat Dr. Helfried Reuther verwies in seinem Begrüßungswort auf den vom Stadtrat beschlossenen „Maßnahmekatalog zum Schutz von Wild- und Honigbienen in Dresden und Umgebung.

In seinen einführenden Bemerkungen informierte Vereinsvorsitzender Tino Lorz über die Verankerung des Naturschutzes in der Vereinssatzung und das der Imkervein Dresden, auch aus diesem Grund, 2013 den 1. Trachtpflanzenztag in Leben gerufen hat. Moderiert wurde dir Veranstaltung von René Schieback, Beisitzer im Landesvorstand Sächsischer Imker.

Die erste Referentin, Mandy Fritzsche, Wildbienenbeauftragte des Imkervereins Dresden, stellte eine ganze Reihe von mehrjährigen Pflanzen vor, mit denen sich bestimmte Wildbienenarten zuverlässig in den eigenen Garten locken lassen und die den Bienen u.a. als Quelle der dringend benötigten “Spezialnahrung” für ihren Nachwuchs dienen. Viel wichtiger als die sogenannten Insektenhotels, die überhaupt nur von etwa drei Prozent der Bienen genutzt werden, sind die Pflanzen, die die betreffende Biene für die Erhaltung ihrer Art benötigt.

Ronny Goldberg behandelte die Bedeutung von Ackerwildkräutern als Nahrungsgrundlage für Bienen. Es gibt Bienenarten, die neben der nahrungsgebenden Pflanze auch bestimmte Pflanzen benötigen, die ihnen das Nestbaumaterial liefern. Goldberg informierte auch darüber, dass der Raps zu einem erheblichen Teil von Wildbienen bestäubt wird. Es drängt sich der Gedanke auf, dass das nicht ein Ergebnis der guten Lebensbedingungen und sich ihrer daraus ergebenden Massenexistenz ist, sondern wohl eher ein Indiz für nicht genügend für die Bestäubung zur Verfügung stehende Honigbienen.

Gottfried Stecher trug seine Überlegungen zur Trachtverbesserung für Bienen in größere Zusammenhänge der Gegenwart eingeordnet vor: Bienen können bei der Dekarbonisierung und damit bei der Begrenzung der Klimaerwärmung helfen. Jede von einer Biene bestäubte Blüte bildet Biomasse und bindet Kohlenstoff. Bei der Honigproduktion wird Sonnenenergie ohne weiteren Energieeinsatz in hochwertige Nahrungsenergie umgewandelt. Nebenbei entsteht noch ein Ausgangsrohstoff für die chemische Produktion: Bienenwachs. In dem Maße, wie Bienenwachs eingesetzt werden kann, können fossile Rohstoffe in der Erde bleiben. Die Neugestaltung von Braunkohlefolgelandschaften sollte so erfolgen, dass Natur in höherer Qualität als vor der Kohleförderung geschaffen wird. Für die Schaffung von Bienenweide und damit für die Weiterentwicklung der Imkerei im Freistaat Sachsen unterbreitete er eine Reihe von Vorschlägen.

PD Dr. Werner Kratz von FU Berlin und NABU sprach über Pflanzenschutz und Verbesserung des Bienenschutzes. Er stellte dar, dass rund 80 % der Pflanzenarten der gemäßigten Breiten der Erde auf Fremdbestäubung angewiesen sind, worunter wiederum 80 % der Bestäubung durch Wild- und Honigbienen bedürfen. Laut Bundesamt für Naturschutz sind 35 % aller Arten von Bestäuberinsekten extrem bedroht. Kratz stellte Programme zu Lösungsansätzen vor und begründete weiteren Forschungsbedarf.

Zum Abschluss wies er darauf hin, dass der angebliche Einstein-Satz über das Verschwinden der Biene von der Erde allen Landwirten, Politikern, Wissenschaftlern oder einfachen der Natur Erholung Suchenden zu denken geben sollte.

 

Gottfried Stecher

Bienenzüchterverein Wurzen und Umgegend 1867 e.V.

 




Die Bienen auf der Centrum Galerie Dresden

Seit 2014 hält die „AG Biene sucht Blüte“ im Imkerverein Dresden e.V., seit 2015 vertreten durch den Jungimker Rico Riedel, auf dem Dach der Centrum-Galerie in der Altstadt in Dresden Honigbienen in einer Warré-Beute. Dies ist ein weiterer öffentlicher Ort, an dem in Dresden Bienen zu finden sind, um auf die problematische Situation dieser für den Menschen so nützlichen Tiere hinzuweisen.

Auch wenn man nicht vermuten würde, dass sich Honigbienen auf einem Dach in der Dresdner Innenstadt wohl fühlen können, so ging es dem einen Volk in den Jahren 2016 und 2017 erstaunlich gut. Vor dem Hintergrund einer naturnahen Bienenhaltung wird nur einmal im Jahr Honig geerntet und im Gegensatz zur konventionellen Bienenhaltung nicht geschleudert, sondern gepresst. Den Bienen wird nur so viel Honig entnommen, dass sie noch ausreichend haben, um gut über den nächsten Winter zu kommen.