Lehrpfad: Nr 6 – Bienenfreundliche Grabbepflanzung

Für Insekten, Vögel und andere Tiere sind Friedhöfe wichtige Lebensräume.
Insbesondere Insekten freuen sich über Blüten, die Nektar und Pollen spenden.

Das Pflanzen von blühenden Nahrungsquellen auf den Gräbern ist eine gute Möglichkeit dieses Leben zu fördern.
Auf einer Modellfläche auf dem Striesener Friedhof sind Ideen aufgezeigt, wie eine Gestaltung der Gräber im Jahreslauf ohne viel Aufwand möglich ist.
Aus der großen Auswahl der in Frage kommenden Pflanzen sind hier beispielhaft einige aufgeführt.

Im Frühjahr ist der große Auftritt der Zwiebelpflanzen: Krokusse, Blausterne und Winterlinge stellen schon früh im Jahr Nektar und Pollen für Hummeln und Bienen bereit. Lungenkraut, Himmelschlüsselchen, Akelei und kriechender Günsel (Bodendecker) folgen.

Akelei mit Hummel Akelei: (c) Daniel Wanke (Pixabay)

Im Sommer seien aus der großen Vielfalt besonders umschwärmter Pflanzen Glockenblumen, Salbei, Lavendel, Katzenminze, Thymian und Stockrose hervorzuheben.

Glockenblume mit Bienenpo (c) Marion Loeper

Im Herbst sind besonders Fetthenne (Sedum telephnium), Astern und die Besenheide (Calluna vulgaris) eine gute Nahrungsquelle.

Fetthenne (c) Manfred Richter (Pixabay)

Neben den genannten mehrjährigen Pflanzen, die immer wieder kommen und somit den Pflanzaufwand reduzieren, können Einjährige die Pflanzung ergänzen. Vertreter hierfür sind Vergissmeinnicht, Ringelblume, Kornblume oder Sonnenblumen, die den Menschen Freude und den Tieren Nahrung schaffen.

Vorraussetzung ist jedoch immer, dass die Blüten ungefüllt sind, denn nur dann können die Insekten den wertvollen Pollen und Nektar der Blüten erreichen.

Bei der Pflanzung ist auf die jeweiligen Standortansprüche der Pflanzen (Besonnung, Boden und Bodenfeuchte) zu achten.

Auf der beispielhaften Modellfläche sind Ideen aufgezeigt, wie eine Gestaltung im Jahreslauf ohne viel Aufwand mit diesen oder anderen Pflanzen möglich ist.