Bienen mögen es bunt – Projekt UN Dekade Biologische Vielfalt

Im Rahmen der Krokuspflanzaktion am 5.10.19 auf dem Neuen Annenfriedhof bekam die AG „Biene sucht Blüte“ des Imkervereins die Auszeichnung als offizielles Projekt der UN Dekade Biologische Vielfalt überreicht. Frau Dr. Kristin Kaufmann (Bürgermeisterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen) überreichte und würdigte die Auszeichnung des Projektes.

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt erklärt und ehrt Projekte, die sich für die Erhaltung, Nutzung oder Vermittlung der Biologischen Vielfalt einsetzt. Die Projektbeschreibung „Bienen mögen es bunt“ kann nun Link nachgelesen werden!

Für bunte Frühlingswiesen sorgten danach die vielen fleißigen Helfer der Krokuspflanzaktion – und das obwohl das Wetter alles andere als ideal war. Die Stiftung Soziales und Umwelt der Stadtsparkasse Dresden unterstützte die Aktion finanziell.

Foto Übergabe UN Dekade

Vlnr Anna Kosubek, Claudia Sperling, Marion Loeper, Kristin Kaufmann, Kerstin Walther

 

Foto Übergabe Sparkassenurkunde

Vlnr Herr Andreas Störmer (Filialdirektion Ostsächsische




Verbündete zur Bekämpfung der Varroamilbe gesucht! – „Varroaresistente Biene Sachsen“ (VRS)

Das Projekt „Varroaresistente Biene Sachsen“ hat sich seit 2017 die Zielsetzung gesetzt, Honigbienen nach natürlicher Varroaresistenz zu selektieren und dieses Merkmal zu verbreiten. Es sollen Zuchtlinien der Buckfast, Carnica und Mellifera auf diese Eigenschaft geprüft und gezüchtet werden. Das Ziel, des vom Landesverband Sächsischer Buckfastimker e.V. ins Leben gerufen Projekts, ist es die Gesundheit der allgemeinen Bienenpopulation zu verbessern und die aktuellen jährlichen Bienenverluste, von 20-40 %, in Sachsen bis 2030 zu stark verringern.

Die wissenschaftliche Grundlage unserer Arbeit ist die Erkenntnis der nur rezessiven Vererbung dieser gewünschten Eigenschaft. Das heißt, die Varroaresistenz wird nur an die Folgegeneration vererbt, wenn auch der weibliche und männliche Teil  diese genetische Eigenschaft besitzen.

Mit Hilfe von Techniken, wie die Eindrohenbesamung, das Erstellen und  die Infektion von kleinen Testvölkern mit Varromilben,  Milben- Auszählaktionen mit vielen Mitarbeiter/in und der Einrichtung einer „Varroaresistenz – Belegstelle“ ab 2022 wollen wir dieses Ziel umsetzen.

Der Landesverband Sächsischer Buckfastimker e.V. organisiert im Rahmen  des Projekts die Ausbildung von Besamungstechniker/innen, das Training der Züchter/innen und der Auszähler/innen, den Aufbau von Zuchtlinien mit den einsprechen Eigenschaften und den späteren Betrieb einer entsprechenden Belegstelle.

Um dieses  dringendste Problem der sächsischen Imkerschaft wirklich nachhaltig und langfristig zu lösen und nicht, trotz des massivem Einsatz Medikamenten zum Milben-Bekämpfung, jährlichen große Verluste von Bienenvölkern zuhaben, ist die Züchtung einer Biene mit natürlichen Resistenzeigenschaften der einzige Lösungsweg.

Wir können bei diesem Projekt auf erste positive Ergebnisse zurückschauen und uns bestärkten die schon großen Erfolge anderer europäischer Imker/innen, die diesen vielversprechenden Weg schon gegangen sind.

Um das Projekt auf einer breiten Basis zu verwirklichen und zum Erfolg zu führen,  sind die Imker/innen und Bienenfreund/innen aufgefordert mitzuarbeiten!

Nur in der Gemeinschaft aller Imker/innen können wir Fortschritte auf diesem Weg erreichen, im Grunde ist es für jeden eine Verpflichtung bei diesem großen Vorhaben mitzuarbeiten und es zu unterstützen.

 

 

Interessenten, auch gern Nichtimker/innen, melden sich bitte bei der Projektkoordinatorin:
Katrin Weißbach E-Mail: katrinweissbach@freenet.de,  

Telefon. 0152 53633712! Info: www.buckfast-sachsen.de

 




Wir sagen Danke!

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die uns in diesem Jahr bei der Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut unterstützt haben! Ganz besonderer Dank gilt dem Tierheim Dresden, der Dresdner Feuerwehr, dem THW sowie allen ehrenamtlichen Helfern, die in ihrer Freizeit bei der Sanierung geholfen haben.

Vielen Dank!

Hier findet ihr den aktuellen Artikel aus der DNN zur Faulbrutsanierung in Dresden:

Dresdner Neuste Nachrichten

 




Nisthilfe für Wildbiene “Flocki” fertig zum Einzug

Am Dresdner Weißeritz-Grünzug wurde heute mit Anbringung der Infotafel als zweite Station des Dresdner Bienenlehrpfades offiziell die neue Nisthilfe für die Flockenblumen-Blattschneiderbiene (Megachile apicalis), kurz „Flocki“, fertiggestellt. Diese seltene Biene galt seit Jahrzehnten in Sachsen als ausgestorben, bevor sie 2016 mit einem stabilen Bestand auf einer Baubrache am Weißeritz-Grünzug wiederentdeckt wurde. Die aus drei mit sandigem Lehm und flachen Steinen gefüllten Gabionen bestehende Nisthilfe soll ihr trotz anstehender Bebauung ein neues Zuhause bieten.

Wie ihr Name schon andeutet, bevorzugt die Flockenblumen-Blattschneiderbiene – ebenso wie noch ca. 40 andere in Deutschland vorkommende Wildbienenarten – Flockenblumen (Centaurea) als Pollenquelle für die Ernährung ihrer Brut. Der reiche Bestand an Flockenblumen am Weißeritz-Grünzug bietet der Biene damit beste Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Fortpflanzung.

Der Dresdner Imkerverein dankt allen Beteiligten für die schöne Zusammenarbeit, allen voran Harald Wolf vom Dresdner Umweltamt für die Koordination und den Auszubildenen des Regiebetriebes Technische Dienstleistungen für die Planung und Aufstellung der Nisthilfe. Unser besonderer Dank gilt außerdem der Hoy Geokunststoffe GmbH, der Humuswirtschaft Kaditz GmbH, und den Imkerfreunden Kathleen Strey und Gerd Kleber, durch deren großzügige Materialspenden der Bau der Nisthilfe realisiert werden konnte.

Sobald die derzeitige Trockenheit etwas nachlässt, ist für die Innenfläche der Nisthilfe noch zusätzlich die Pflanzung von Scabiosen-Flockenblumen geplant, die uns die Mitarbeiter des Projektes “Urbanität und Vielfalt” des Dresdner Umweltzentrums spontan zur Verfügung gestellt haben. Auch hierfür unseren herzlichen Dank!




Winterfutter für Bienen

So hat Imkerfreund Josef seinen Winter erlebt und er hat auch eine Erklärung:

Ich habe 2 von 6 Völkern überwintert, der Rest ist verhungert , da mein Winterfutter auskristalisiert ist.
Ich habe Zucker von Netto verwendet, der warscheinlich diesmal mehr Stärke als Trennmittel enthält als die anderen Jahren (Stärke fördert die Kristalisation bei Zuckerlösung).
Da habe ich mich mit den Thema Winterfutter beschäftigt und einen guten PDF Artikel aus Bayern gefunden , den könnte man doch auf die Vereinsseite stellen.
Die Hinweise zur Fütterung könnt ihr hier downloaden. Danke an Imkerfreund Josef!
Fütterung_Bienenvölker



Offener Brief zum Thema Insektensterben

Auf dem INSEKTEN SACHSEN-Workshop am 4. November 2017 in Dresden haben die Teilnehmer intensiv über den Rückgang der Insekten in Sachsen diskutiert und beschlossen, sich mit einem offenen Brief an die sächsische Öffentlichkeit zu wenden, um zu zeigen, dass unser traditionelles Bemühen um die biologische Vielfalt nicht ausreicht, diese nachhaltig zu bewahren.

In dem offenen Brief, der neben den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat Sachsen auch ganz direkt an Herrn Staatsminister Schmidt adressiert ist, werden einige der bekannten Ursachen für das Insektensterben und Handlungsoptionen, die unterschiedliche Akteure in unserer Gesellschaft umsetzen können, aufgezeigt.

Der Brief kann hier heruntergeladen und gelesen werden.




Natursteinplatten gesucht

Liebe Imkerfreunde,
der Dresdner Imkerverein plant gemeinsam mit dem Umweltamt die Aufstellung mehrerer Nisthilfen für die Flockenblumen-Blattschneiderbiene (kurz “Flocki”), einer sehr seltenen Biene, die 2016 auf einer Baubrache in Dresden wiederentdeckt wurde, nachdem sie jahrzehntelang in Sachsen als ausgestorben galt. Da das Grundstück nun bebaut werden soll, wollen wir auf einem Grünstreifen in unmittelbarer Nähe des Fundortes als Ersatz-Nistplätze mehrere Gabionen aufstellen, die schichtweise mit magerem Lehm und flachen Steinen gefüllt werden. Zu diesem Zweck suchen wir dringend Plänersteine oder andere flache Natursteine, Kalksteinplatten o. ä.

Schaut doch bitte mal in Euren Baustofflagern nach, ob sich da nicht etwas Schönes finden lässt und meldet Euch gegebenenfalls bei: mandy.fritzsche(at)imkerverein-dresden.de

Flocki sagt Danke!

 




Robinien sind nicht die Rettung

Mit seiner duftigen Note und angenehmen Konsistenz ist Robinienhonig sehr beliebt. Zudem schließt die Blütezeit der Robinie die Trachtlücke bis zur Linde. Deshalb stößt das rigorose Entfernen von Robinien durch Grünflächen- und Forstämter immer wieder auf Unverständnis bei Imkern.

Um zu verstehen, warum so gehandelt wird, muss man verschiedene Dinge über die Robinie wissen. Zum einen handelt es sich bei diesem aus Nordamerika stammenden Baum um eine ausgesprochene Pionierpflanze, die bereits nach 6 Jahren zum ersten Mal Samen ausbildet, welche zudem sehr langlebig sind. Am besten keimt sie auf kargen, vegetationsfreien und sonnenbestrahlten Bodenstellen, wie z. B. auf Sandtrockenrasen. Nun stellen gerade warme Trockenrasen eine der wertvollsten Habitate für eine große Anzahl ebenfalls wärmeliebender Tier- und Pflanzenarten dar. Ein Bewuchs mit Robinie auf solchen immer seltener werdenden Flächen ist daher aus Naturschutzgründen unbedingt zu vermeiden, zumal die Robinie als Hülsenfrüchtler in der Lage ist, Stickstoff im Boden zu binden, wodurch diese Flächen nicht nur beschattet, sondern zusätzlich noch mit Nährstoffen angereichert werden. Dies ist der Grund, warum Robinien auf den wenigen noch vorhandenen Sandtrockenrasen bekämpft werden, z. B. im  Fauna-Flora-Habitat Dresdener Heller als einer wertvollen Binnendüne mit einer Vielzahl an dort heimischen, seltenen Tieren und Pflanzen.

Desweiteren zählt die Robinie zu den invasiven Pflanzenarten, die in kürzester Zeit heimische Pflanzen verdrängen. Einmal angesiedelt, ist sie zudem kaum noch beherrschbar, denn auf Rodung reagiert sie mit einem umso stärkeren Wurzelaustrieb, ähnlich dem Köpfen der Hydra. Bereits bestehenden Robinienbeständen ist daher kaum noch Herr zu werden, es sei denn mit intensivem mechanischem Arbeitsaufwand oder dem nicht wünschenswerten Einsatz von Herbiziden.

Daher sollten wir als Imker erkennen, dass die Robinie zwar eine wertvolle Trachtpflanze für Honigbienen darstellt, darüber hinaus aber mehr Probleme als Nutzen bringt. Auch lenkt uns der Robinienstreit vom wahren Problem für Biene und Imker ab: der immer stärkeren Verarmung der Agrarlandschaft mit ihrem fehlenden Blütenangebot in Verbindung mit dem massivem Einsatz hochwirksamer Pestizide. Nicht umsonst gehen die Imkerzahlen in ländlichen Gebieten immer mehr zurück, denn die Bienen finden dort – mit Ausnahme von giftigem Raps – kaum noch Nahrung. Kaum jemand weiß noch, dass in früheren Zeiten Feldblumen, wie die Kornblume die Hauptsommertracht darstellten und in ihrem Wert die Lindentracht sogar noch übertrafen, weil sie zuverlässiger und langandauernder blühten.

Die Rettung der Imkerei besteht daher nicht im Pflanzen von Robinien, sondern in einer Abkehr von der intensiven Landwirtschaft und einer Förderung des ökologischen Landbaus mit kleinteiligen Landschaftselementen und einer weitgehend giftfreien Bewirtschaftung. Als Verbraucher können wir das schon allein durch die Entscheidung für biologisch angebaute Lebensmittel tun, denn auf Biobetrieben ist die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten nachweislich signifikant höher, als auf konventionell bewirtschafteten Flächen. Vereinfacht ausgedrückt: Mit jedem Biss ins Bio-Brötchen erblüht irgendwo eine Kornblume.

Und wenn wir die Landwirtschaft endlich reformiert haben, benötigen wir auch keine problematischen und invasiven Pflanzenarten mehr.

 




Wahlcheck – Wie stehen die Parteien zum Bienenschutz?

Liebe Imkerfreunde! Habt Ihr Euch auch schon gefragt, wie die etablierten
Parteien eigentlich zum Bienenschutz stehen?

Ich schon, und deshalb habe ich mal die Wahlprogramme von CDU/CSU, SPD,
FDP, Linke, Grüne und AfD nach dem Suchwort „Biene“ durchforstet. Leider
sieht es hier bei den meisten Parteien traurig aus, denn fündig bin ich
nur bei zwei Parteien geworden, den Linken und den Grünen. Erwartungsgemäß
hatten hier die Grünen die Nase vorn. 5 Funde des Suchbegriffes „Biene“
neben diversen Forderungen für deren Schutz. Das Programm der Linke
brachte es auf einen Treffer. Einen Zusatzpunkt bekommen sie von mir für
die Erwähnung der Hummeln, Zitat: „Besonders Nutzinsekten wie Bienen und
Hummeln müssen erhalten und gefördert werden.“

Für alle anderen Parteien scheint der Schutz von Wild-und Honigbienen –
unseren wichtigsten Bestäubern – kein Thema zu sein. Zum Vergleich: Das
Suchwort “Meere” taucht insgesamt 31 mal in den diversen Wahlprogrammen
auf.




Wir sagen Danke!

Wir sagen Danke!! Danke an unsere Helfer und Unterstützer und ein riesengroßes Dankeschön geht an die Bülow-Stiftung “Tiere in Not” und an Honig-Freund und Direktor Ralf Kutzner vom Hotel Bülow Palais Dresden.